Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Andexanet alfa in der dringlichen Herzchirurgie: ein Fallbericht zur Aufhebung der Edoxaban-Wirkung bei akutem Hämoperikard

Andexanet Alfa in Urgent Cardiac Surgery: A Case Report of Edoxaban Reversal for Acute Hemopericardium.

Fallbericht in der Zeitschrift The American journal of case reports (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtSicherheit & InfektionskontrolleSpeichel-PharmakologieArzneimittelentwicklungKlinische StudienAl Mawed M et al. · The American journal of case reports, 2025

Abstract

BACKGROUND Antidotes to non-vitamin K oral anticoagulants (NOAK) like idarucizumab and andexanet alfa have been approved for reversing the effects of dabigatran and apixaban/rivaroxaban, respectively. However, andexanet alfa is not approved for reversing edoxaban. Current guidelines recommend using specific reversal agents in emergencies, but they do not support andexanet alfa for edoxaban reversal. This study illustrates the off-label use of andexanet alfa for edoxaban reversal in a case of acute hemopericardium requiring urgent cardiac surgery, addressing the practical challenges and clinical outcomes. CASE REPORT We report the case of a 71-year-old woman who required urgent cardiac surgery following acute pericardial tamponade caused by hemopericardium during right-heart catheterization. After emergency pericardiocentesis, andexanet alfa was administered to address any residual effects of edoxaban (Lixiana), along with protamine to reverse the effects of heparin. The patient was transferred in stable condition for cardiac surgery, where a right ventricular perforation responsible for the hemopericardium was sutured, and mitral valve replacement was performed via cardiopulmonary bypass (CPB) due to severe mitral valve regurgitation. No adverse cerebrovascular, hemorrhagic, or thromboembolic events were observed. CONCLUSIONS This case demonstrates an unconventional off-label use of andexanet alfa to stabilize a patient on edoxaban. Although the patient did not have any adverse effects, the thromboembolic risks of andexanet alfa and potential heparin resistance warrant cautious use, especially before cardiac surgery. Successful management was achieved through a multidisciplinary approach. Further research is needed to evaluate the safety and efficacy of andexanet alfa in patients on edoxaban therapy.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleCase Reports
Indexierte MeSH-BegriffeHumansFemaleAgedPyridinesThiazolesFactor Xa InhibitorsRecombinant ProteinsPericardial EffusionFactor XaAntidotesCardiac Surgical Procedures

Zusammenfassung

Berichtet wird eine 71-jährige Frau, bei der es während einer Rechtsherzkatheteruntersuchung zu einem Hämoperikard mit Perikardtamponade kam. Nach notfallmäßiger Perikardiozentese erhielt sie off-label Andexanet alfa zur Aufhebung restlicher Edoxaban-Effekte sowie Protamin gegen die Heparinwirkung; anschließend wurden eine rechtsventrikuläre Perforation vernäht und die Mitralklappe wegen schwerer Insuffizienz unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ersetzt. Zerebrovaskuläre, hämorrhagische oder thromboembolische Ereignisse traten nicht auf. Wegen thromboembolischer Risiken und möglicher Heparinresistenz mahnen die Autoren Vorsicht an und fordern weitere Forschung.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Einzelfallbericht beschreibt den Off-Label-Einsatz von andexanet alfa (einem zugelassenen Antidot für factor-Xa-Inhibitoren, jedoch nicht für edoxaban zugelassen) zusammen mit protamine zur Versorgung einer 71-jährigen Frau mit akutem Hämoperikard und Tamponade, die unter edoxaban eine dringende Herzoperation benötigte; die Patientin wurde stabilisiert und operiert, ohne dass zerebrovaskuläre, hämorrhagische oder thromboembolische Ereignisse beobachtet wurden. Für ASH ist der Wert kontextuell statt direkt: Er veranschaulicht die reale Herausforderung, die Antikoagulation vor einem notfallmäßigen Eingriff aufzuheben — eine Sicherheitsüberlegung, die Fragen zum Management von Blutungen entspricht, wenn ein Patient unter Antikoagulanzien zusätzlich eine Blutegeltherapie erhält, deren Speichel eine eigene antikoagulatorische Last hinzufügt. Als ausdrücklicher Einzelpatienten-Fallbericht mit einer Off-Label-Intervention kann er weder Wirksamkeit noch Sicherheit belegen; die Autoren selbst weisen auf ein thromboembolisches Risiko hin und fordern weitere Forschung, und er macht keine Aussage zur Hirudotherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Andexanet Alfa in Urgent Cardiac Surgery: A Case Report of Edoxaban Reversal for Acute Hemopericardium.

Al Mawed M et al. · The American journal of case reports, 2025

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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