Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Direkte Thrombininhibitoren: Patente 2002–2012 (Übersichtsarbeit)

Direct thrombin inhibitors: patents 2002-2012 (Review)

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Mol Med Rep (2014)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungSpeichel-PharmakologieGenomik & ProteomikKong Y et al. · Molecular medicine reports, 2014

Abstract

Acute vascular diseases and other thromboses of the blood system constitute major health risks in developing countries. Thrombin plays a central role in blood coagulation, which is a crucial process involved in thrombosis. Direct thrombin inhibitors (DTIs) such as argatroban, dabigatran, dabigatran etexilate, lepirudin, desirudin and bivalirudin, which bind to thrombin and block its enzymatic activity, are widely and effectively used in the treatment of thromboembolic diseases. DTIs appear to overcome the disadvantages of indirect thrombin inhibitors such as unfractionated heparins (UFH). Although these DTIs show specific advantages over indirect inhibitors, they still present limitations, such as a narrow therapeutic window, and bleeding and anaphylaxis as side-effects. Novel anticoagulant drugs need thus to be developed to overcome these limitations. In the search for additional candidate agents with improved efficacy, safety and high bioavailability in oral administration, a high number of compounds has been identified, such as those derived from the tripeptide template D-Phe-Pro-Arg, aptamers and peptides isolated from blood-sucking animals. These candidates may prove the new agents of choice for the treatment of cardiovascular diseases.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov'tReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsAntithrombinsDrug DiscoveryHumansVascular Diseases

Zusammenfassung

Gegenstand der Übersicht sind Patente zu direkten Thrombininhibitoren aus den Jahren 2002–2012. Argatroban, Dabigatran, Dabigatranetexilat, Lepirudin, Desirudin und Bivalirudin blockieren Thrombin direkt, werden bei thromboembolischen Erkrankungen breit eingesetzt und scheinen Nachteile unfraktionierter Heparine zu überwinden, haben aber ein enges therapeutisches Fenster sowie Blutungs- und Anaphylaxierisiken. Als neue Kandidaten mit verbesserter Wirksamkeit, Sicherheit und hoher oraler Bioverfügbarkeit werden Derivate der Tripeptidvorlage D-Phe-Pro-Arg, Aptamere und Peptide aus blutsaugenden Tieren vorgestellt, die künftig Mittel der Wahl bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden könnten.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersicht diskutiert direkte Thrombininhibitoren (DTIs) einschließlich Argatroban, Dabigatran, Dabigatranetexilat, Lepirudin, Desirudin und Bivalirudin sowie deren Einsatz zur Behandlung thromboembolischer Erkrankungen. Die Autoren weisen auf Einschränkungen der DTIs hin – enge therapeutische Breite, Blutungen und Anaphylaxie – und identifizieren neuartige Kandidatensubstanzen, einschließlich solcher, die von Tripeptid-Templaten abgeleitet sind, sowie Aptamere und Peptide, die aus blutsaugenden Tieren isoliert wurden, als potenzielle Antikoagulanzien der nächsten Generation. Bivalirudin (ehemals Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Maraganore et al., 1990), basiert; diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Hirudotherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Kong Y, Chen H, Wang YQ, Meng L, Wei JF. Direct thrombin inhibitors: patents 2002-2012 (Review). Mol Med Rep. 2014;9(5):1506-1514. doi:10.3892/mmr.2014.2025. PMID: 24604304

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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