Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Nicht-okklusive mesenteriale Ischämie durch Hirudotherapie: ein Fallbericht

Non-Occlusive Mesenteric Ischemia Due to Hirudotherapy: A Case Report

Fallbericht in der Zeitschrift Cureus (2020)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungSicherheit & InfektionskontrolleAkalın Ç, Ekmen N · Cureus, 2020

Abstract

Leech therapy, which can lead to complications such as anemia and bleeding, has been used to treat many diseases since ancient times. Furthermore, some substances in leech saliva are known to have anticoagulant effects. Acute mesenteric ischemia, which develops due to mesenteric vascular obstruction, can be treated medically or surgically. Non-occlusive mesenteric ischemia (NOMI) occurs as a result of decreased blood flow in mesenteric vessels due to hypovolemia, hypotension, etc. In this report, we mentioned a 57-year-old male patient who was admitted to the emergency department with syncope and weakness. In his medical history, the patient was stated to have used leech therapy to treat diabetic wounds on his feet, and prolonged and unstoppable bleeding was seen after leech bites. On his physical examination, there was tenderness in all quadrants of the abdomen. Abdominal computed tomography without contrast agent showed hepatic portal venous gas and pneumatosis cystoides intestinalis (PSI). The patient underwent laparotomy owing to the development of acute abdomen during the follow-up. Necrosis was seen in the terminal ileum and entire colon. Low flow in mesenteric vascular vessels of these necrotic segments was indicated with intraoperative Doppler ultrasonography. All necrotic segments were resected and open end-ileostomy was performed. The patient was discharged on the 17th day of follow-up. In conclusion, excessive bleeding caused by leech therapy can cause NOMI.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article

Zusammenfassung

Ein 57-jähriger Mann wurde mit Synkope und Schwäche aufgenommen; anamnestisch traten nach Blutegelbehandlung diabetischer Fußwunden lang anhaltende, nicht stillbare Blutungen auf. Die native CT zeigte Pfortadergas und Pneumatosis cystoides intestinalis; die Laparotomie ergab Nekrosen des terminalen Ileums und des gesamten Kolons mit intraoperativ dopplersonographisch nachgewiesenem Niedrigfluss der Mesenterialgefäße. Alle nekrotischen Segmente wurden reseziert und eine Endileostomie angelegt; Entlassung am Tag 17. Die Autoren schlussfolgern, dass durch Blutegeltherapie verursachte übermäßige Blutungen eine nicht-okklusive mesenteriale Ischämie hervorrufen können.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht dokumentiert einen 57-jährigen Mann, der eine nicht-okklusive mesenteriale Ischämie (NOMI) nach Hirudotherapie bei diabetischen Fußwunden entwickelte. Das Abstract besagt, dass nach den Egelbissen eine verlängerte und unstillbare Blutung auftrat, die zu einem übermäßigen Blutverlust führte; die intraoperative Doppler-Sonographie bestätigte einen verminderten Fluss in den mesenterialen Gefäßen, die nekrotische Segmente des terminalen Ileums und des gesamten Kolons versorgen, welche reseziert wurden, wobei eine terminale Ileostomie angelegt wurde. Der Bericht ist für die Hirudotherapie von direkter Relevanz, da er eine Blutungskomplikation der Egelapplikation beschreibt, die ausreichend war, um eine Hypovolämie und eine daraus resultierende mesenteriale Ischämie zu verursachen, wie in der Schlussfolgerung des Abstracts angegeben. Als einzelner Fallbericht dokumentiert er den klinischen Verlauf eines Patienten und liefert keine Daten zu Inzidenz, Prävalenz oder Risikofaktoren für dieses Outcome, noch bewertet er die therapeutische Wirksamkeit der Hirudotherapie selbst.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Akalın Ç, Ekmen N. Non-Occlusive Mesenteric Ischemia Due to Hirudotherapy: A Case Report. Cureus. 2020;12(7):e9467. doi:10.7759/cureus.9467. PMID: 32874797

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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