Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Heparininduzierte Thrombozytopenie: Pathophysiologie, Diagnostik und Behandlung

Heparin-induced thrombocytopenia: pathophysiology, diagnosis and treatment

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Expert review of hematology (2021)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungHvas et al. · Expert review of hematology, 2021

Abstract

Introduction: Immune-mediated heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is an infrequent complication following heparin exposure but with potentially fatal outcome due to thrombotic complications. Prompt suspension of heparin is necessary if HIT is suspected, followed by initiation of non-heparin anticoagulant therapy.Areas covered: In this review, the pathophysiology and challenges in diagnosing HIT are elucidated. Current and emerging treatment options are discussed with special focus on parenteral thrombin inhibitors (argatroban, bivalirudin), parenteral factor Xa inhibitors (danaparoid, fondaparinux) and direct oral anticoagulants (DOACs [rivaroxaban, apixaban, dabigatran]) including dosing strategies for DOACs. The database PubMed was employed without time boundaries.Expert opinion: Only argatroban holds regulatory approval for HIT treatment in both U.S. and Europe. This treatment is, however, challenged by the need for close monitoring and high costs. Fondaparinux has been increasingly used for off-label treatment and during recent years, evidence for the use of DOACs has emerged. Preliminary results from observational studies hold promise for future use of DOACs in the acute and subacute phase of HIT. However, so far, the use of DOACs in acute HIT should be reserved for clinically stable patients without severe thrombotic complications. Importantly, both fondaparinux and DOAC use is contraindicated in severe renal insufficiency.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsFactor Xa InhibitorsFondaparinuxHeparinHumansThrombocytopenia

Zusammenfassung

Dargestellt werden Pathophysiologie und diagnostische Herausforderungen der heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT) sowie parenterale Thrombininhibitoren (Argatroban, Bivalirudin), parenterale Faktor-Xa-Inhibitoren (Danaparoid, Fondaparinux) und direkte orale Antikoagulanzien (DOAK: Rivaroxaban, Apixaban, Dabigatran). Nur Argatroban ist in den USA und Europa zur HIT-Behandlung zugelassen, erfordert jedoch engmaschige Überwachung und ist kostenintensiv. Vorläufige Ergebnisse von DOAK-Beobachtungsstudien sind vielversprechend; nach Ansicht der Autoren sollten DOAK bei akuter HIT bislang klinisch stabilen Patienten ohne schwere thrombotische Komplikationen vorbehalten bleiben. Fondaparinux und DOAK sind bei schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Übersichtsartikel umreißt die Pathophysiologie, Diagnose und Behandlung der immunvermittelten Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) und betont die Notwendigkeit, Heparin unverzüglich abzusetzen und Nicht-Heparin-Antikoagulanzien einzuleiten. Er erörtert die klinischen Rollen verschiedener Therapien, darunter parenterale Thrombininhibitoren (Argatroban, Bivalirudin), parenterale Faktor-Xa-Inhibitoren und direkte orale Antikoagulanzien. Der Übersichtsartikel erörtert direkte Thrombininhibitoren, insbesondere Bivalirudin, das ein synthetisches Derivat auf Basis von Hirudin darstellt, welches ursprünglich aus dem Speichel von Blutegeln isoliert wurde. Der Übersichtsartikel unterstreicht die klinische Nachfrage nach Nicht-Heparin-Antikoagulanzien. Im Übersichtsartikel werden keine Blutegel oder tatsächliche Hirudotherapie diskutiert; der Fokus liegt auf modernen pharmakologischen Behandlungsstrategien.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Hvas AM, Favaloro EJ, Hellfritzsch M. Heparin-induced thrombocytopenia: pathophysiology, diagnosis and treatment. Expert Rev Hematol. 2021;14(4):335-346. doi:10.1080/17474086.2021.1905512. PMID: 33736552

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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