Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Antikoagulation bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

Anticoagulation in Patients with Chronic Kidney Disease

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift American journal of nephrology (2024)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische StudienElenjickal et al. · American journal of nephrology, 2024

Abstract

BACKGROUND: Both atrial fibrillation and venous thromboembolism (VTE) are highly prevalent among patients with chronic kidney disease (CKD). Until recently, warfarin was the most commonly prescribed oral anticoagulant. Direct oral anticoagulants (DOACs) have important advantages and have been shown to be noninferior to warfarin with respect to stroke prevention or recurrent VTE in the general population, with lower bleeding rates. This review article will provide available evidence on the use of DOACs in patients with CKD. SUMMARY: In post hoc analyses of major randomized studies with DOACs for stroke prevention in atrial fibrillation, in the subgroup of participants with moderate CKD, defined as a creatinine clearance (CrCl) of 30-50 mL/min, dabigatran 150 mg and apixaban were associated with lower rates of stroke and systemic embolism, whereas apixaban and edoxaban were associated with lower bleeding and mortality rates, compared with warfarin. In retrospective observational studies in patients with advanced CKD (defined as a CrCl <30 mL/min) and atrial fibrillation, DOACs had similar efficacy with warfarin with numerically lower bleeding rates. All agents warrant dose adjustment in moderate-to-severe CKD. In patients on maintenance dialysis, the VALKYRIE trial, which was designed initially to study the effect of vitamin K on vascular calcification progression, established superiority for rivaroxaban compared with a vitamin K antagonist (VKA) in the extension phase. Two other clinical trials using apixaban (AXADIA and RENAL-AF) in this population were inconclusive due to recruitment challenges and low event rates. In post hoc analyses of randomized studies with DOACs in patients with VTE, in the subgroup of participants with moderate CKD at baseline, edoxaban was associated with lower rates of recurrent VTE, whereas rivaroxaban and dabigatran were associated with lower and higher bleeding rates, respectively, as compared to warfarin. KEY MESSAGES: DOACs have revolutionized the management of atrial fibrillation and VTE, and they should be preferred over warfarin in patients with moderate-to-severe CKD with appropriate dose adjustment. Therapeutic drug monitoring with a valid technique may be considered to guide clinical management in individualized cases. Current evidence questions the need for oral anticoagulation in patients on maintenance dialysis with atrial fibrillation as both DOACs and VKAs are associated with high rates of major bleeding.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeHumansWarfarinRivaroxabanDabigatranAtrial FibrillationVenous ThromboembolismRetrospective StudiesTreatment OutcomeAnticoagulantsHemorrhageStrokeRenal Insufficiency, Chronic

Zusammenfassung

Die Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zu direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) bei chronischer Nierenerkrankung zusammen. In Post-hoc-Analysen randomisierter Studien zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern waren bei mittelgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30–50 ml/min) Dabigatran 150 mg und Apixaban mit weniger Schlaganfällen und systemischen Embolien assoziiert, Apixaban und Edoxaban mit weniger Blutungen und Todesfällen als Warfarin. Bei Dialysepatienten zeigte die VALKYRIE-Studie in der Extensionsphase eine Überlegenheit von Rivaroxaban gegenüber Vitamin-K-Antagonisten. Die Autoren empfehlen DOAK vor Warfarin bei mittelgradiger bis schwerer Niereninsuffizienz mit Dosisanpassung.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersichtsarbeit fasst die Evidenz zu direkten oralen Antikoagulanzien (DOAC) versus warfarin bei chronischer Nierenerkrankung zusammen und kommt zu dem Schluss, dass DOAC bei mittelschwerer bis schwerer CKD im Allgemeinen mit angemessener Dosisanpassung bevorzugt werden sollten, während sie infrage stellt, ob die orale Antikoagulation Patienten unter Erhaltungsdialyse angesichts hoher Raten schwerer Blutungen sowohl unter DOAC als auch unter Vitamin-K-Antagonisten nützt. Sie ist für die Hirudotherapie relevant als Erinnerung daran, dass die Antikoagulation dosis- und organfunktionsabhängig ist und bei gefährdeten Patienten ein reales Blutungsrisiko birgt — ein Kontext, der für jedes künftige aus Blutegeln gewonnene Antikoagulans und für die Patientenauswahl bedeutsam ist, bei der die Blutegeltherapie eine antithrombotische/blutungsfördernde Last hinzufügt. Als narrative Übersichtsarbeit, die Post-hoc-Analysen und Beobachtungsdaten statt direkter Vergleichsstudien zusammenfasst, sind ihre Schlussfolgerungen interpretativ, sie behandelt die Blutegeltherapie nicht, und mehrere ihrer Aussagen zur Dialysepopulation beruhen auf nicht schlüssigen oder unterdimensionierten Studien, die sie zitiert.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Anticoagulation in Patients with Chronic Kidney Disease.

Elenjickal et al. · American journal of nephrology, 2024

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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