Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Schöne neue Welt: Der derzeitige und künftige Einsatz neuartiger Antikoagulanzien

Brave new world: the current and future use of novel anticoagulants

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Thrombosis Research (2008)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungKlinische LiteraturSpyropoulos AC · Thrombosis Research, 2008

Abstract

Advances in antithrombotic therapy began when traditional anticoagulant agents such as heparin and the vitamin K antagonists like Coumadin became commercially available in the 1940s and 1950s. Inherent limitations of these compounds, including the need for monitoring and multiple food and drug interactions (with coumadin), spurred the development of newer parenteral compounds like low molecular weight heparin, the pentasaccharide fondaparinux, and direct thrombin inhibitors such as hirudin, argatroban and bivalirudin with advantages over traditional compounds. Despite the failure of the first oral anticoagulant in 50 years--the direct thrombin inhibitor ximelagatran--due to issues with liver toxicity, new oral agents such as the Factor Xa inhibitors rivaroxaban, apixaban, YM-150, and DU-176b and oral direct thrombin inhibitors such as dabigatran are in advanced stages of development, with dabigatran and rivaroxaban now approved for use outside of the United States for thromboprophylaxis in the setting of orthopedic surgery. These and other novel agents have the potential to greatly expand our armamentarium to treat thromboembolic disease, with more targeted approaches to specific procoagulant complexes, a predictable anticoagulant response that does not require monitoring, and use in both acute and long-term treatment settings.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAdministration, OralAnticoagulantsAtrial FibrillationBenzimidazolesDabigatranDrug DiscoveryFactor Xa InhibitorsHumansMorpholinesOligosaccharidesPyrazolesPyridinesPyridonesRivaroxabanStrokeThiophenesVenous Thromboembolism

Zusammenfassung

Diese Übersichtsarbeit zeichnet die Entwicklung der Antikoagulanzientherapie von Heparin und Vitamin-K-Antagonisten über niedermolekulare Heparine, Fondaparinux und direkte Thrombininhibitoren wie Hirudin, Argatroban und Bivalirudin nach. Nach dem Scheitern von Ximelagatran wegen Lebertoxizität befinden sich neue orale Faktor-Xa-Inhibitoren wie Rivaroxaban, Apixaban, YM-150 und DU-176b sowie orale direkte Thrombininhibitoren wie Dabigatran in fortgeschrittener Entwicklung. Dabigatran und Rivaroxaban sind außerhalb der USA zur Thromboseprophylaxe in der orthopädischen Chirurgie zugelassen. Die Autoren sehen darin Potenzial für eine Erweiterung des therapeutischen Arsenals.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersichtsarbeit zeichnet die Entwicklung der antithrombotischen Therapie von traditionellen Wirkstoffen (Heparin, Vitamin-K-Antagonisten) hin zu neueren parenteralen und oralen Arzneimitteln nach und stellt fest, dass die inhärenten Limitationen älterer Substanzen – Überwachungsanforderungen, Nahrungsmittel- und Arzneimittelinteraktionen – die Entwicklung von Alternativen vorantrieben. Hirudin wird zusammen mit Argatroban und Bivalirudin kurz als parenteraler direkter Thrombininhibitor aufgeführt, der Vorteile gegenüber traditionellen Substanzen bot; der primäre Fokus der Übersicht liegt jedoch auf neu entstehenden oralen Wirkstoffen wie Rivaroxaban, Apixaban und Dabigatran. Die Relevanz beschränkt sich darauf, Hirudin im historischen Kontext innerhalb der Antikoagulanzien-Landschaft einzuordnen. Es werden keine Originaldaten, keine Blutegeltherapie-Methodik und keine sekretomspezifischen Befunde präsentiert; Hirudin wird lediglich im Vorbeigehen als Vorläuferklasse erwähnt.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Spyropoulos AC. Brave new world: the current and future use of novel anticoagulants. Thromb Res. 2008;123 Suppl 1:S29-35. doi:10.1016/j.thromres.2008.08.010. PMID: 18835010

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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