Heparininduzierte Thrombozytopenie mit tiefer Venenthrombose und Lungenembolie, erfolgreich mit Rivaroxaban behandelt: klinischer Fallbericht und Übersicht aktueller Erfahrungen
Heparin-induced Thrombocytopenia Presenting With Deep Venous Thrombosis and Pulmonary Embolism Successfully Treated With Rivaroxaban: Clinical Case Report and Review of Current Experiences
Fallbericht und Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Journal of cardiovascular pharmacology (2016)
Abstract
Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is a life or limb-threatening thrombotic thrombocytopenia. HIT is traditionally treated with factor-IIa inhibitors such as bivalirudin, lepirudin, or argatroban. However, these agents usually require parenteral administration and are not generally available in all countries. Recently, several experiences with novel oral anticoagulants (NOACs) administration to treat HIT had been reported. NOACs generally offer advantages such as consistent and predictable anticoagulation, oral administration with good patient compliance, and a good safety profile. We report a case of HIT with severe thrombotic complications successfully treated with rivaroxaban and discuss the current knowledge about the use of NOACs for the treatment of this potentially fatal thrombocytopenia.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Die Autoren berichten über eine HIT mit tiefer Venenthrombose und Lungenembolie, die erfolgreich mit Rivaroxaban behandelt wurde, und fassen die aktuellen Erfahrungen mit neuen oralen Antikoagulanzien (NOAK) bei dieser potenziell lebensbedrohlichen Thrombozytopenie zusammen. Traditionell wird die HIT mit Faktor-IIa-Inhibitoren wie Bivalirudin, Lepirudin oder Argatroban behandelt, die meist parenteral gegeben werden müssen und nicht in allen Ländern erhältlich sind. NOAK bieten nach Darstellung der Autoren im Allgemeinen eine konsistente, vorhersagbare Antikoagulation, orale Gabe mit guter Patienten-Compliance und ein gutes Sicherheitsprofil.
Kontext
Dieser Fallbericht mit Übersichtsarbeit beschreibt einen Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie (HIT), der mit schweren thrombotischen Komplikationen vorstellig wurde und erfolgreich mit dem oralen Faktor-Xa-Inhibitor Rivaroxaban behandelt wurde, und erörtert den aktuellen Wissensstand zu neuartigen oralen Antikoagulanzien bei HIT. Die Übersichtsarbeit weist darauf hin, dass HIT traditionell mit parenteralen direkten Thrombininhibitoren wie Bivalirudin, Lepirudin oder Argatroban behandelt wurde, und verortet Substanzen der Hirudin-Klasse innerhalb der HIT-Behandlungslandschaft. Lepirudin ist ein rekombinantes Hirudin, das von den Prinzipien des medizinischen Blutegels abgeleitet ist, und der Artikel kontextualisiert solche Substanzen. Die primäre Intervention war jedoch Rivaroxaban und nicht eine Therapie auf Hirudin-Basis, und das Abstract liefert weder Patientendemografie noch eine Spezifizierung der thrombotischen Komplikationen; der Artikel befasst sich nicht unmittelbar mit Blutegeltherapie oder Präparaten aus dem Blutegelsekretom.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Samoš M, Bolek T, Ivanková J, Stančiaková L, Kovář F, Galajda P, et al. Heparin-induced Thrombocytopenia Presenting With Deep Venous Thrombosis and Pulmonary Embolism Successfully Treated With Rivaroxaban: Clinical Case Report and Review of Current Experiences. J Cardiovasc Pharmacol. 2016;68(5):391-394. doi:10.1097/FJC.0000000000000421. PMID: 27464495
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026