Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Hirudin verbessert die diabetische Nephropathie durch Hemmung der Gsdmd-vermittelten Pyroptose

Hirudin ameliorates diabetic nephropathy by inhibiting Gsdmd-mediated pyroptosis

Tierexperimentelle und In-vitro-Studie in der Zeitschrift Cell biology and toxicology (2023)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: In-vitro-/LaborstudieArzneimittelentwicklungHan J et al. · Cell biology and toxicology, 2023

Abstract

Our group previously reported that hirudin ameliorated diabetic nephropathy (DN) in streptozotocin (STZ)-injected rats, but the mechanism remained largely unknown. Therefore, we further explored its possible mechanism. We subcutaneously injected 5 U hirudin into STZ-induced WT mice or Gasdermin D (Gsdmd)-/- (KO) mice daily for 12 weeks, respectively, and evaluated their kidney injury. Next, glomerular endothelial cells (GECs), renal tubular epithelial cells (RTECs), and bone-marrow-derived macrophages (BMDMs) were isolated from WT mice and treated with hirudin in the presence of high glucose/lipopolysaccharides and ATP to measure the release of interleukin-18 and interleukin-1β. Kidney injury induced by STZ injection was significantly ameliorated by hirudin through inhibiting Gsdmd-mediated pyroptosis in the mice, not Caspase 1-mediated apoptosis. Meanwhile, hirudin also suppressed pyroptosis in primary GECs, RTECs, and BMDMs in vitro. Moreover, the deletion of Gsdmd reduced pyroptosis and kidney injury both in vivo and in vitro. We also found that hirudin regulated the expression of Gsdmd by inhibiting interferon regulatory factor 2 (Irf2). Hirudin ameliorated Gsdmd-mediated pyroptosis by inhibiting irf2, leading to the improvement of kidney injury. Therefore, hirudin might serve as a potential therapeutic strategy to treat DN.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeRatsMiceAnimalsDiabetic NephropathiesHirudinsEndothelial CellsPyroptosisKidneyDiabetes Mellitus

Zusammenfassung

Hirudin hatte die diabetische Nephropathie (DN) in Streptozotocin(STZ)-Ratten bereits verbessert, der Mechanismus blieb weitgehend unklar. Die Autoren injizierten STZ-induzierten Wildtyp- und Gsdmd-Knockout-Mäusen 12 Wochen lang täglich 5 U Hirudin subkutan und untersuchten glomeruläre Endothelzellen, Tubulusepithelzellen und Knochenmarksmakrophagen in vitro. Hirudin besserte die Nierenschädigung signifikant über eine Hemmung der Gsdmd-vermittelten Pyroptose, nicht der Caspase-1-vermittelten Apoptose, und unterdrückte die Pyroptose auch in vitro. Hirudin regulierte die Gsdmd-Expression durch Hemmung von Irf2; die Autoren halten es für eine mögliche Therapiestrategie bei DN.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie untersuchte den Mechanismus, durch den Hirudin die diabetische Nephropathie verbessert, wobei über einen Zeitraum von 12 Wochen täglich subkutan Hirudin an Streptozotocin-induzierte diabetische Wildtyp- und Gasdermin D (Gsdmd)-Knockout-Mäuse verabreicht und parallele In-vitro-Experimente an primären glomerulären Endothelzellen, Nierentubulus-Epithelzellen und Knochenmark-abgeleiteten Makrophagen durchgeführt wurden. Die Autoren berichten, dass Hirudin die Nierenschädigung durch Unterdrückung der Gsdmd-vermittelten Pyroptose über die Hemmung des Interferon Regulatory Factor 2 (Irf2) verringerte, und nicht über Caspase-1-vermittelte Apoptose. Hirudin ist ein zentraler Wirkstoff in der Hirudotherapie, und diese Arbeit beschreibt einen mechanistischen Signalweg, über den es Nierengewebe schützen könnte. Die Relevanz für die klinische Blutegeltherapie ist jedoch begrenzt und indirekt: Die Studie verwendete injiziertes Hirudin in Nagetier- und Zellkulturmodellen – es waren keine Blutegel, kein Blutegelspeichel und keine menschlichen Probanden beteiligt – und die Ergebnisse bleiben präklinisch.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Han J, Zuo Z, Shi X, Zhang Y, Peng Z, Xing Y, et al. Hirudin ameliorates diabetic nephropathy by inhibiting Gsdmd-mediated pyroptosis. Cell Biol Toxicol. 2023;39(3):573-589. doi:10.1007/s10565-021-09622-z. PMID: 34212273

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 18. März 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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