Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Zukünftige Perspektiven der Prophylaxe der tiefen Venenthrombose

Future prospects of prophylaxis for deep vein thrombosis

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Blood coagulation & fibrinolysis : an international journal in haemostasis and thrombosis (1999)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungSicherheit & InfektionskontrolleSpeichel-PharmakologiePini M · Blood coagulation & fibrinolysis : an international journal in haemostasis and thrombosis, 1999

Abstract

The last decade has witnessed substantial progress in the prevention and treatment of venous thromboembolism. However, the risk of deep vein thrombosis remains high in trauma patients and those undergoing orthopaedic surgery despite use of the best available prophylaxis. Existing antithrombotics also carry a significant risk of bleeding and other adverse effects, including heparin-induced thrombocytopenia (HIT). More effective and safer anticoagulants are therefore needed. Current approaches for improving the benefit:risk ratio of antithrombotic therapy include the development of indirect thrombin inhibitors with a high anti-Xa:anti-IIa activity ratio, and the use of direct thrombin inhibitors. Novel indirect thrombin inhibitors under investigation include pentasaccharide and the heparinoid danaparoid. These agents may offer reduced bleeding risk compared with conventional therapies, but there is no evidence of greater antithrombotic efficacy. However, due to low cross-reactivity with anti-heparin-platelet factor 4 antibodies, danaparoid and pentasaccharide may prove valuable in the management of HIT. Theoretically, the antithrombotic effect of direct thrombin inhibitors may be greater than that of indirect inhibitors because direct inhibitors are not dependent on endogenous cofactors and are able to inhibit both free and clot-bound thrombin. Direct inhibitors of the active site of thrombin and recombinant variants of hirudin, originally derived from the medicinal leech, are currently under investigation. Early data on lepirudin and desirudin suggest that recombinant hirudins may have clinical applications in thromboprophylaxis for high-risk patients, acute cardiology indications and HIT.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsForecastingHumansPremedicationThrombinVenous Thrombosis

Zusammenfassung

Die Übersichtsarbeit beleuchtet Ansätze der Thromboseprophylaxe. Trotz bester Prophylaxe bleibt das Risiko tiefer Venenthrombosen bei Traumapatienten und orthopädisch Operierten hoch, und bestehende Antithrombotika bergen Blutungsrisiken und Nebenwirkungen wie die Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT). Pentasaccharid und Danaparoid könnten ein geringeres Blutungsrisiko bieten, ohne Beleg größerer Wirksamkeit; wegen geringer Kreuzreaktivität könnten sie bei HIT wertvoll sein. Frühe Daten zu Lepirudin und Desirudin, rekombinanten Hirudinen (ursprünglich vom medizinischen Blutegel), legen Anwendungen in der Thromboseprophylaxe bei Hochrisikopatienten, in der Akutkardiologie und bei HIT nahe.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersichtsarbeit erörtert die sich wandelnde Landschaft der antithrombotischen Prophylaxe der tiefen Venenthrombose und hebt die Grenzen bestehender Therapien hervor, einschließlich des Blutungsrisikos und der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT). Rekombinante Varianten von Hirudin, ursprünglich aus dem medizinischen Blutegel gewonnen, werden als direkte Thrombininhibitoren in der klinischen Prüfung diskutiert; frühe Daten zu Lepirudin und Desirudin deuten auf mögliche klinische Anwendungen in der Thromboseprophylaxe bei Hochrisikopatienten, bei akuten kardiologischen Indikationen sowie im HIT-Management hin. Der theoretische Vorteil direkter Inhibitoren gegenüber indirekten – ihre Fähigkeit, gerinnselgebundenes Thrombin unabhängig von endogenen Kofaktoren zu hemmen – wird angemerkt. Es handelt sich um eine Übersichtsarbeit, und das Abstract charakterisiert die klinischen Daten zu rekombinantem Hirudin als „frühe" und die Anwendungen als potenziell, nicht als etabliert; spezifische Studienergebnisse werden nicht genannt.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Pini M. Future prospects of prophylaxis for deep vein thrombosis. Blood Coagul Fibrinolysis. 1999;10 Suppl 2:S19-27. PMID: 10493227

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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