Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Peptidomimetische Thrombininhibitoren

Peptidomimetic thrombin inhibitors

Übersichtsarbeit zur Wirkstoffentwicklung in der Zeitschrift Pathophysiol Haemost Thromb (2005)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungSpeichel-PharmakologieKikelj D · Pathophysiology of haemostasis and thrombosis, 2003

Abstract

The central position of thrombin in the coagulation cascade has made it a popular target for discovery of novel antithrombotic agents. Starting with hirudin, a natural peptide isolated from the medicinal leech, its shorter synthetic analogue hirulog, and argatroban,the first therapeutically used synthetic small-molecule thrombin active site inhibitor, hundreds of direct thrombin inhibitors have been discovered over the last 20 years. Most of them are peptidomimetic compounds,based on the amino acid sequence of fibrinogen which binds into the thrombin active site. Since elucidation of the crystal structure of human thrombin in 1989, the structure-based design of low-molecular-weight peptidomimetic thrombin inhibitors has been greatly aided by the use of x-ray crystallographic analysis of thrombin-inhibitor complexes. The ultimate goal of most research programmes and drug optimization strategies is to develop an orally bioavailable, small-molecule,direct thrombin inhibitor that would be suitable for once or twice daily dosing. An overview of the most advanced peptidomimetic direct thrombin inhibitors bivalirudin, argatroban, ximelagatran and dabigatran is presented.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsAntithrombinsHumansMolecular MimicryProdrugsThrombosis

Zusammenfassung

Ausgehend von Hirudin, einem natürlichen Peptid aus dem medizinischen Blutegel, seinem kürzeren synthetischen Analogon Hirulog und Argatroban, dem ersten therapeutisch eingesetzten synthetischen Kleinmolekül-Hemmstoff, wurden in den letzten 20 Jahren Hunderte direkter Thrombininhibitoren entdeckt, meist Peptidomimetika nach der Fibrinogen-Sequenz. Seit der Aufklärung der menschlichen Thrombin-Kristallstruktur 1989 unterstützt die Röntgenkristallographie das strukturbasierte Design. Ziel der meisten Forschungsprogramme ist ein oral verfügbarer, niedermolekularer Thrombininhibitor für eine ein- bis zweimal tägliche Gabe; vorgestellt werden Bivalirudin, Argatroban, Ximelagatran und Dabigatran.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Review-Artikel zeichnet einen Überblick über die Entwicklung peptidomimetischer direkter Thrombininhibitoren und verfolgt das Feld von seinen Ursprüngen in Hirudin – dem natürlichen antikoagulatorischen Peptid aus dem medizinischen Blutegel – über synthetische Analoga wie Hirulog (Bivalirudin) sowie kleinmolekulare Inhibitoren wie Argatroban, Ximelagatran und Dabigatran, die auf unabhängigen synthetischen Wegen entwickelt wurden. Für Hirudotherapie ist dieser Überblick in direkter Weise relevant, da er dokumentiert, wie das aus dem Blutegel stammende Hirudin als Vorlage für Hirudin-basierte Wirkstoffe wie Bivalirudin diente und das Feld der direkten Thrombinhemmung eröffnete, und das bleibende pharmakologische Vermächtnis von sezernierten Verbindungen des Blutegels im modernen Thrombose-Management unterstreicht. Das Abstract vermerkt ebenfalls, wie die kristallographische Analyse von Thrombin-Inhibitor-Komplexen das strukturbasierte Drug Design hin zu oral bioverfügbaren Wirkstoffen gelenkt hat. Ein Caveat: Es handelt sich um ein narratives Review, nicht um originäre experimentelle oder klinische Daten; es synthetisiert daher bestehende Literatur, statt neue Wirksamkeitsevidenz zu liefern.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Kikelj D. Peptidomimetic thrombin inhibitors. Pathophysiol Haemost Thromb. 2003;33(5-6):487-491. doi:10.1159/000083850. PMID: 15692265

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 26. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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