Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Behandlung der Heparin-induzierten Thrombozytopenie: Gibt es eine Rolle für Bivalirudin?

Treatment of heparin-induced thrombocytopenia: is there a role for bivalirudin?

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Pharmacotherapy (2006)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungSeybert et al. · Pharmacotherapy, 2006

Abstract

The recognition and management of heparin-induced thrombocytopenia (HIT) and heparin-induced thrombocytopenia with thrombosis syndrome (HITTS) has been evolving over the past several years. Although HIT is a relatively uncommon adverse event in patients receiving heparin therapy, it bears a significant risk of thrombotic events. If patients are left untreated, 50% can develop thrombosis. Several direct thrombin inhibitors have been studied as alternative anticoagulants in patients with HIT. Lepirudin and argatroban are both approved by the United States Food and Drug Administration (FDA) for the management of HIT. Lepirudin requires dosage adjustments in patients with renal insufficiency and has potential for antibody formation. Argatroban requires dosage adjustments in patients with hepatic insufficiency. Argatroban increases the international normalized ratio when coadministered with warfarin, leading to dosage difficulties when transitioning to warfarin therapy. Bivalirudin is the most recent direct thrombin inhibitor to be introduced to the market, but it is not currently FDA approved for HIT. Controversy still exists over which direct thrombin inhibitor to use, especially in acutely ill patients and in those requiring invasive or surgical procedures. Bivalirudin has a relatively short half-life and a predictable response, which makes it attractive as an anticoagulant in patients requiring invasive or surgical procedures, those who are acutely ill, or patients with both renal and hepatic insufficiency. It offers promise as an additional direct thrombin inhibitor for use in patients with HIT, but additional studies need to be performed to further define its use.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsClinical Trials as TopicHeparinHirudinsHumansPeptide FragmentsPostoperative ComplicationsRecombinant ProteinsThrombinThrombocytopenia

Zusammenfassung

Die Übersicht fasst die Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) und das HIT-Thrombose-Syndrom (HITTS) zusammen; unbehandelt können 50 % der Patienten Thrombosen entwickeln. Lepirudin und Argatroban sind FDA-zugelassen für HIT, erfordern jedoch Dosisanpassungen bei Nieren- bzw. Leberinsuffizienz. Bivalirudin, der neueste direkte Thrombininhibitor, ist derzeit von der FDA nicht für HIT zugelassen. Wegen seiner relativ kurzen Halbwertszeit und vorhersagbaren Wirkung gilt er als attraktiv bei invasiven Eingriffen und bei kombinierter Nieren- und Leberinsuffizienz; die Autoren halten ihn für vielversprechend und sehen weiteren Studienbedarf.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Review untersucht direkte Thrombininhibitoren bei Heparin-induzierter Thrombozytopenie und erörtert Lepirudin, Argatroban und Bivalirudin – Letzteres wird als vielversprechender neuerer Wirkstoff mit kurzer Halbwertszeit und vorhersehbarer Wirkung beschrieben, wenngleich noch nicht für HIT FDA-zugelassen. Lepirudin ist rekombinantes Hirudin; Bivalirudin ist ein Hirudin-basiertes synthetisches Peptid, obwohl dessen Hirudin-Abstammung im Abstract nicht explizit angegeben wird. Es handelt sich um einen narrativen Review ohne neue Primärdaten, die Hirudin-Verbindung von Bivalirudin wird im Abstract nicht dargelegt und der Fokus liegt auf pharmazeutischem Management statt auf Hirudotherapie selbst.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Seybert AL, Coons JC, Zerumsky K. Treatment of heparin-induced thrombocytopenia: is there a role for bivalirudin? Pharmacotherapy. 2006;26(2):229-241. doi:10.1592/phco.26.2.229. PMID: 16466327

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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