Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Komplikationen und Fallstricke nach Fingerreplantation bei kleinen Kindern

Complications and Pitfalls after Finger Replantation in Young Children

Retrospektive Kohortenstudie in der Zeitschrift Journal of hand and microsurgery (2018)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungLafosse T et al. · Journal of hand and microsurgery, 2018

Abstract

Study Design This is a retrospective cohort study. Objective The authors report surgical outcome in a series of very young children who underwent finger replantation after traumatic amputation. Methods During a 10-year period, 65 children were treated with replantation for finger amputation in two institutions. This study focused on replantation of 15 fingers in 13 young patients under 6 years of age (mean age: 2.9 years; range: 1.1-5.7 years). Early postoperative complications were categorized into major or minor. At the time of assessment, the authors evaluated everyday life activities, pain and cold tolerance, total active range of motion (TAM) in patients with successful replantation, and growth disturbance. Results The overall success rate for children younger than 6 years was 47% (7 out of 15), and the authors had 67% of major complications, mainly in patients with crush injuries. There was venous ischemia in 13 (86%) fingers treated with controlled bleeding. The hemoglobin level decreased more than 2 g/dL in six patients, and blood transfusion was necessary in two patients. At the last follow-up, patients with successful replantation had a mean TAM of 72%. Conclusion Despite numerous complications mainly in relation with venous congestion, the functional outcome is satisfactory after successful replantation in young children, which should always be attempted. Level of Evidence/Type of Study Level III, case series, therapeutic study.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article

Zusammenfassung

Innerhalb von 10 Jahren wurden 65 Kinder nach Fingeramputation replantiert; ausgewertet wurden 15 Finger bei 13 Kindern unter 6 Jahren. Die Erfolgsrate lag bei 47 % (7/15), schwere Komplikationen bei 67 %, vor allem bei Quetschverletzungen. Eine venöse Ischämie bei 13 Fingern (86 %) wurde mit kontrollierter Blutung behandelt; bei sechs Patienten fiel das Hämoglobin um über 2 g/dl, zwei wurden transfundiert. Laut Autoren sei das funktionelle Ergebnis nach erfolgreicher Replantation trotz Komplikationen zufriedenstellend; sie solle stets versucht werden.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive Kohortenstudie untersuchte die chirurgischen Ergebnisse und Komplikationen bei sehr jungen Kindern nach Fingerreplantation infolge traumatischer Amputation. Die Studie berichtet über eine hohe Rate venöser Ischämie (86 %), die mittels kontrollierter Blutung behandelt wurde – ein klinisches Szenario, in dem medizinische Blutegel häufig zur Rettung gefährdeten Gewebes eingesetzt werden. Allerdings wird im Abstract die Anwendung einer Blutegeltherapie nicht ausdrücklich erwähnt. Somit beschränkt sich die Relevanz für die American Society of Hirudotherapy auf den kontextuellen Bezug der Behandlung venöser Stauung bei mikrochirurgischen Replantationen.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Lafosse T, Jehanno P, Fitoussi F. Complications and Pitfalls after Finger Replantation in Young Children. J Hand Microsurg. 2018;10(2):74-78. doi:10.1055/s-0038-1626684. PMID: 30154619

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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