Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Heparin versus Bivalirudin zur Antikoagulation bei extrakorporaler Membranoxygenierung.

Heparin vs bivalirudin anticoagulation for extracorporeal membrane oxygenation.

Retrospektive Kohortenstudie in der Zeitschrift Journal of cardiac surgery (2020)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: BeobachtungsstudieKlinische StudienArzneimittelentwicklungKaseer et al. · Journal of cardiac surgery, 2020

Abstract

BACKGROUND: Extracorporeal membrane oxygenation (ECMO) induces hemostatic alterations that may contribute to hematological complications. Unfractionated heparin (UFH) is the mainstay antithrombotic in ECMO and depends on antithrombin III (AT III) to exhibit its actions. However, it bears the risk for heparin-induced thrombocytopenia. Bivalirudin is a direct thrombin inhibitor and is inherently not dependent on AT III. AIM OF THE STUDY: To assess the efficacy and safety profiles of UFH compared with bivalirudin during ECMO support. METHODS: We retrospectively reviewed 52 adult patients who were supported by ECMO from 1 January 2013 to 1 September 2018. Among them, 33 received UFH and 19 received bivalirudin. We analyzed their 7-day rate of composite thrombotic, bleeding, and mortality episodes while on anticoagulation. RESULTS: There were no statistical differences in the 7-day rate of composite thrombosis (33.3% vs 26.3%; P = 0.60), major bleeding (18.2% vs 5.3%; P = .24), 30-day mortality, (42.4% vs 26.3%; P = .37), or in-hospital mortality (45.5% vs 36.8%; P = .58). The percentage of time activated partial thromboplastin time (aPTT) was within the therapeutic range was higher with bivalirudin (50% vs 85.7%; P = .007). CONCLUSIONS: This study suggests that UFH and bivalirudin are associated with similar rates of thrombosis, major bleeding, and mortality events in patients supported by ECMO. However, it was observed that bivalirudin consistently maintained aPTT within the therapeutic range in comparison to UFH.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypComparative StudyJournal ArticleObservational Study
Indexierte MeSH-BegriffeAdolescentAdultAgedAged, 80 and overAnticoagulantsExtracorporeal Membrane OxygenationFemaleHeparinHirudinsHumansMaleMiddle Aged

Zusammenfassung

Retrospektiv wurden 52 erwachsene Patienten unter extrakorporaler Membranoxygenierung analysiert; 33 erhielten unfraktioniertes Heparin, 19 Bivalirudin. Die 7-Tage-Raten kombinierter Thrombose- (33,3 % vs. 26,3 %) und schwerer Blutungsereignisse (18,2 % vs. 5,3 %) sowie 30-Tage- und Krankenhausmortalität unterschieden sich nicht signifikant. Der Zeitanteil mit therapeutischer aPTT war unter Bivalirudin größer (85,7 % vs. 50 %; p = 0,007). Die Studie deutet darauf hin, dass beide Substanzen mit ähnlichen Ereignisraten verbunden sind, Bivalirudin die aPTT jedoch konsistenter im Zielbereich hielt.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Kaseer et al. (2020, J. Card. Surg.) untersuchten retrospektiv 52 erwachsene ECMO-Patienten (33 unter unfraktioniertem heparin, 19 unter bivalirudin) und fanden keine statistisch signifikanten Unterschiede beim kombinierten 7-Tage-Endpunkt aus Thrombose, schwerer Blutung oder Mortalität, während bivalirudin die aPTT konstanter im therapeutischen Bereich hielt (50% gegenüber 85,7% der Zeit, P = 0,007). Der Bezug zur Hirudotherapie ist konzeptioneller und mechanistischer Art: bivalirudin ist ein direkter Thrombininhibitor, der im Gegensatz zu heparin nicht auf Antithrombin III angewiesen ist — dasselbe Prinzip der direkten Thrombinhemmung, das im aus dem Blutegel gewonnenen Peptid hirudin verkörpert ist (die PubMed-Schlagwortliste dieses Datensatzes führt sogar „Hirudins“ auf) und veranschaulicht, wie das Sekretom des medizinischen Blutegels eine anerkannte Klasse von Antikoagulanzien inspiriert hat. Ehrliche Vorbehalte: Dies ist ein kleiner, monozentrischer retrospektiver Vergleich (keine randomisierte Studie), er untersucht das synthetische Mittel bivalirudin statt der Blutegeltherapie oder des nativen hirudin und zieht keine Schlussfolgerungen zur Hirudotherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Heparin vs bivalirudin anticoagulation for extracorporeal membrane oxygenation.

Kaseer et al. · Journal of cardiac surgery, 2020

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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