Heparininduzierte Thrombozytopenie
Heparin induced thrombocytopenia
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift The Journal of the Association of Physicians of India (2008)
Abstract
Heparin induced thrombocytopenia (HIT) is a serious and life endangering complication of heparin therapy. It usually occurs after 5-14 days of continuous heparin therapy. It is immune mediated. Heparin, in the affected individual binds with platelet factor 4 (PF-4) and forms a highly antigenic Heparin PF-4 complex which leads to the generation of specific IgG Heparin PF4 antibodies (also called HIT antibodies). HIT antibodies may activate the platelets via Fcy receptor causing the release of highly coagulable micro particles which promote thrombosis--both venous and arterial. However, all patients with HIT antibodies do not progress to HIT with thrombosis (HITT). HIT can present as asymptomatic thrombocytopenia. It can also present with alarming features of venous and/or arterial thromboembolism, for example, pulmonary embolism from deep vein thrombosis (DVT), limb gangrene warranting amputation, cerebrovascular attack (CVA) or myocardial infarction (MI). Rare manifestation of HIT includes necrotizing skin lesion, acute anaphylactoid reaction following IV heparin bolus and acute adrenal apoplexy due to massive adrenal vein thrombosis. The diagnosis is based upon the combination of unexplained thrombocytopenia, demonstration of HIT antibodies, clinical profile and outcome of the case following withdrawal of heparin and administration of non-heparin anticoagulant like Lepirudin, Argatroban or Danaparoid. The choice of alternative anticoagulant depends upon the availability, cost, monitoring facilities and administrative guidelines.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Die Übersichtsarbeit schildert Pathogenese und Klinik der heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT), die meist nach 5–14 Tagen kontinuierlicher Heparintherapie auftritt: Heparin bildet mit Plättchenfaktor 4 einen antigenen Komplex, die resultierenden IgG-Antikörper können Thrombozyten aktivieren und so venöse und arterielle Thrombosen fördern – von Lungenembolie, Gliedmaßengangrän und Schlaganfall bis zum Myokardinfarkt; nicht jeder Antikörperträger entwickelt eine HIT mit Thrombose. Die Diagnose beruht auf unerklärter Thrombozytopenie, HIT-Antikörpernachweis, klinischem Bild und Verlauf nach Heparinstopp. Als Alternativen nennt die Arbeit Lepirudin, Argatroban und Danaparoid.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Artikel gibt einen Überblick über Pathophysiologie, klinische Präsentation und Management der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT), einer lebensbedrohlichen Komplikation der Heparintherapie. Er hebt das Absetzen von Heparin und die Gabe alternativer Antikoagulanzien hervor und nennt explizit Lepirudin als eine Option. Lepirudin ist eine rekombinante Form des aus Blutegeln gewonnenen Antikoagulans Hirudin, was diese Arbeit mit der pharmazeutischen Anwendung von Blutegelspeichelkomponenten verbindet. Allerdings ist die Studie breit auf das HIT-Management ausgerichtet und untersucht weder lebende Blutegel noch das breitere therapeutische Potenzial des natürlichen Blutegelsekretoms.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Gupta S, Gupta MM. Heparin induced thrombocytopenia. J Assoc Physicians India. 2008;56:622-627. PMID: 19051709
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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