Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Anhaltend erhöhte Argatroban-Plasmakonzentration bei einem Herztransplantationspatienten mit Verdacht auf frühere heparininduzierte Thrombozytopenie mit Thrombose

Prolonged elevation of plasma argatroban in a cardiac transplant patient with a suspected history of heparin-induced thrombocytopenia with thrombosis

Fallbericht in der Zeitschrift Transfusion (2009)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungSpeichel-PharmakologieGenzen JR et al. · Transfusion, 2010

Abstract

BACKGROUND: Direct thrombin inhibitors (DTIs) provide an alternative method of anticoagulation for patients with a history of heparin-induced thrombocytopenia (HIT) or HIT with thrombosis (HITT) undergoing cardiopulmonary bypass (CPB). In the following report, a 65-year-old critically ill patient with a suspected history of HITT was administered argatroban for anticoagulation on bypass during heart transplantation. The patient required massive transfusion support (55 units of red blood cells, 42 units of fresh-frozen plasma, 40 units of cryoprecipitate, 40 units of platelets, and three doses of recombinant Factor VIIa) for severe intraoperative and postoperative bleeding. STUDY DESIGN AND METHODS: Plasma samples from before and after CPB were analyzed postoperatively for argatroban concentration using a modified ecarin clotting time (ECT) assay. RESULTS: Unexpectedly high concentrations of argatroban were measured in these samples (range, 0-32 microg/mL), and a prolonged plasma argatroban half life (t(1/2)) of 514 minutes was observed (published elimination t(1/2) is 39-51 minutes [< or = 181 minutes with hepatic impairment]). CONCLUSIONS: Correlation of plasma argatroban concentration versus the patient's coagulation variables and clinical course suggest that prolonged elevated levels of plasma argatroban may have contributed to the patient's extended coagulopathy. Because DTIs do not have reversal agents, surgical teams and transfusion services should remain aware of the possibility of massive transfusion events during anticoagulation with these agents. This is the first report to measure plasma argatroban concentration in the context of CPB and extended coagulopathy.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAgedArginineBlood Coagulation DisordersCardiopulmonary BypassChildHeart TransplantationHeparinHumansInfusions, IntravenousPipecolic AcidsPlatelet Aggregation InhibitorsSulfonamidesThrombocytopeniaThrombosis

Zusammenfassung

Ein 65-jähriger, kritisch kranker Patient mit Verdacht auf frühere HITT erhielt während einer Herztransplantation an der Herz-Lungen-Maschine Argatroban und benötigte wegen schwerer Blutungen massive Transfusionen (55 Erythrozytenkonzentrate, 42 GFP, 40 Kryopräzipitate, 40 Thrombozytenkonzentrate, dreimal rekombinanter Faktor VIIa). Postoperativ gemessen (ECT-Assay): Argatroban 0–32 µg/ml und eine Plasmahalbwertszeit von 514 Minuten (publiziert 39–51 Minuten). Die Autoren vermuten, dass die verlängert erhöhten Spiegel zur ausgedehnten Koagulopathie beigetragen haben könnten; ein Antidot fehlt, Chirurgen und Transfusionsdienste sollten entsprechende Ereignisse bedenken.

Kontext

Dieser Fallbericht beschreibt einen 65-jährigen Herztransplantationspatienten mit Verdacht auf Heparin-induzierte Thrombozytopenie mit Thrombose, der zur Antikoagulation während der kardiopulmonalen Bypass-Operation Argatroban erhielt, was zu unerwartet hohen Argatroban-Plasmakonzentrationen (bis zu 32 µg/ml) und einer verlängerten Halbwertszeit von 514 Minuten führte, begleitet von schweren Blutungen, die eine massive Transfusionsunterstützung erforderlich machten. Die Zusammenfassung ordnet Argatroban den direkten Thrombininhibitoren zu und weist darauf hin, dass für diese Wirkstoffe keine Antidote zur Verfügung stehen, was das Risiko einer verlängerten Antikoagulation im chirurgischen Kontext unterstreicht. Die Zusammenfassung erwähnt jedoch weder Hirudin, Blutegel noch irgendwelche aus Blutegeln gewonnenen Verbindungen.

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Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Genzen JR, Fareed J, Hoppensteadt D, Kurup V, Barash P, Coady M, et al. Prolonged elevation of plasma argatroban in a cardiac transplant patient with a suspected history of heparin-induced thrombocytopenia with thrombosis. Transfusion. 2010;50(4):801-807. doi:10.1111/j.1537-2995.2009.02531.x. PMID: 20003049

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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