Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Neue therapeutische Optionen in der Prophylaxe der tiefen Venenthrombose

New therapeutic options in deep vein thrombosis prophylaxis

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Seminars in hematology (2000)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungEriksson BI et al. · Seminars in hematology, 2000

Abstract

Joint replacement surgery is complicated by a high rate of postoperative venous thromboembolism (VTE). Current thromboprophylactic approaches reduce the rate of VTE, but the incidence remains as high as 20% to 50%. Recombinant hirudins, such as desirudin and lepirudin, function by directly inhibiting thrombin, and are a new development in antithrombotic therapy. In two multicenter studies, desirudin was found to be superior to unfractionated heparin (UFH) in the prevention of deep vein thrombosis (DVT) after total hip alloplasty. A further trial of more than 2,000 patients undergoing elective hip replacement compared the thromboprophylactic efficacy of desirudin versus the low-molecular-weight heparin (LMWH) enoxaparin. Desirudin was more effective than LMWH in providing effective prophylaxis, and maintained superiority in patients with additional risk. Desirudin was shown to be equally safe and did not require laboratory monitoring. Desirudin (15 mg twice daily) is an efficient therapy for DVT prevention in hip alloplasty patients at additional risk.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypComparative StudyJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeArthroplasty, Replacement, HipCost-Benefit AnalysisDrug CostsFibrinolytic AgentsHeparin, Low-Molecular-WeightHirudin TherapyHirudinsHumansRecombinant ProteinsVenous Thrombosis

Zusammenfassung

Nach Gelenkersatz kann die Inzidenz postoperativer venöser Thromboembolien trotz Prophylaxe 20 % bis 50 % erreichen. Vorgestellt werden rekombinante Hirudine (Desirudin, Lepirudin) als direkte Thrombininhibitoren. In zwei Multizenterstudien war Desirudin zur Verhinderung tiefer Venenthrombosen nach Hüftalloplastik unfraktioniertem Heparin überlegen; in einer Studie mit über 2 000 Patienten nach elektivem Hüftersatz übertraf es Enoxaparin, auch bei Zusatzrisiko, war gleich sicher und erforderte kein Labor-Monitoring. Laut den Autoren ist Desirudin (15 mg zweimal täglich) zur Thromboseprophylaxe bei Hüftalloplastik-Patienten mit Zusatzrisiko effizient.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Artikel diskutiert neuere pharmakologische Optionen zur Prävention der postoperativen venösen Thromboembolie nach Gelenkersatzoperationen, mit Schwerpunkt auf rekombinanten Hirudinen wie Desirudin und Lepirudin, die laut Abstract durch direkte Thrombin-Inhibition wirken. Das Abstract berichtet multizentrische Studiendaten, die zeigen, dass Desirudin unfraktioniertem Heparin überlegen und wirksamer als das niedermolekulare Heparin Enoxaparin bei der Prävention tiefer Venenthrombosen nach elektivem Hüftgelenkersatz war, ohne Laborüberwachung zu erfordern. Das Abstract erwähnt weder Blutegel, Blutegelspeichel noch ein Blutegel-Sekretom und identifiziert die Medikamente ausschließlich als ‚rekombinante Hirudine', sodass die Verbindung zur angewandten Hirudotherapie durch diesen Artikel nicht hergestellt wird. Der Umfang beschränkt sich auf pharmazeutische Thromboprophylaxe bei chirurgischen Patienten.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Eriksson BI. New therapeutic options in deep vein thrombosis prophylaxis. Semin Hematol. 2000;37(3 Suppl 5):7-9. doi:10.1016/s0037-1963(00)90093-3. PMID: 11055889

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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