Ecarin-basierte Gerinnungstestung
Ecarin based coagulation testing
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Am J Hematol (2020)
Abstract
Ecarin is derived from venom of Echis carinatus, and will activate prothrombin into meizothrombin which will then cleave fibrinogen to result in clot formation. Ecarin based testing has been described for decades, but these assays were typically restricted to reference or speciality coagulation laboratories. This test was initially described for the assessment of direct thrombin inhibitors (eg, bivalirudin lepirudin, or argatroban) and was not affected by heparins or heparinoids. Ecarin based assays were rarely used for anticoagulation monitoring until the emergence of the direct oral thrombin inhibitor dabigatran etexilate in 2010. As this test was mentioned in the prescribing information for dabigatran etexilate, there was increased interest for use by clinical laboratories as the preferred method for assessing the anticoagulant effect of this drug. The purpose of this document is to review the current status of ecarin based assays for assessing dabigatran. This is with the understanding that these methods can also be exploited for determining the anticoagulation effect of parenteral direct thrombin inhibitors, such as argatroban and bivalirudin.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Ecarin stammt aus dem Gift von Echis carinatus und aktiviert Prothrombin zu Meizothrombin, das Fibrinogen spaltet. Der Test wurde zunächst zur Beurteilung direkter Thrombininhibitoren wie Bivalirudin, Lepirudin oder Argatroban beschrieben und blieb von Heparinen oder Heparinoiden unbeeinflusst. Bis zum Aufkommen von Dabigatranetexilat 2010 wurde er kaum zur Überwachung genutzt; danach wuchs das Interesse der Labore. Die Autoren fassen den Stand der Ecarin-basierten Testung für Dabigatran zusammen; auch parenterale direkte Thrombininhibitoren wie Argatroban und Bivalirudin lassen sich so beurteilen.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese Übersicht fasst Ecarin-basierte Gerinnungsassays zusammen und stellt fest, dass Ecarin aus dem Gift von Echis carinatus gewonnen wird und historisch zur Bewertung direkter Thrombininhibitoren, einschließlich Bivalirudin, Lepirudin und Argatroban, eingesetzt wurde. Die Übersicht befasst sich in erster Linie mit dem Labormonitoring von Dabigatran und merkt an, dass diese Methoden auch die antikoagulatorische Wirkung parenteraler direkter Thrombininhibitoren wie Argatroban und Bivalirudin bestimmen können. Bivalirudin (früher Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels, basiert (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Arzneimittel, nicht die Blutegeltherapie.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Verwandter klinischer Kontext
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026