Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Direkte orale Antikoagulanzien versus Warfarin bei linksventrikulärem Thrombus

Direct oral anticoagulants vs. warfarin for left ventricular thrombus

Retrospektive Kohortenstudie in der Zeitschrift European heart journal open (2026)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische StudienKassab et al. · European heart journal open, 2026

Abstract

AIMS: Left ventricular (LV) thrombus carries a high risk of death and systemic embolism. While warfarin has been the standard treatment, evidence comparing direct oral anticoagulants (DOACs) with warfarin in this setting remains limited. This study aimed to compare real-world, risk-adjusted outcomes of DOAC vs. warfarin use in patients with LV thrombus. METHODS AND RESULTS: We conducted a retrospective cohort analysis using the TriNetX research network database. Adults (≥18 years) with echocardiographically confirmed LV thrombus from 2016 to 2022 were included. Patients with atrial fibrillation/flutter, venous thromboembolism, end-stage renal disease, mechanical/bioprosthetic valves, or therapy switch during follow-up were excluded. Propensity score matching (1:1) was used to balance covariates. The primary outcome was a composite of all-cause mortality and stroke/transient ischaemic attack at 30 days and 1 year. Secondary outcomes included major bleeding and LV thrombus resolution. Of 2488 eligible patients (DOAC: 950; warfarin: 1538), 945 matched pairs were analysed with all baseline covariates balanced. In the DOAC group, 74% received apixaban and 26% rivaroxaban. At 30 days and 1 year, the composite outcome did not differ significantly between DOAC and warfarin [13.3% vs. 15%; matched hazard ratio (HR): 0.90, P = 0.41, and 23.8% vs. 26.7%; matched HR: 0.93, P = 0.46, respectively]. Major bleeding rates were similar at 30 days and 1 year (1.18% vs. 1.54%; matched HR: 0.77, P = 0.54, and 4.8% vs. 4.7%; matched HR: 1.13, P = 0.58, respectively). Thrombus resolution at 6 months occurred in ∼81% of patients with follow-up imaging, with no difference by treatment group. CONCLUSION: In a large propensity-matched cohort, DOACs and warfarin demonstrated comparable effectiveness and safety for LV thrombus management, supporting DOACs as a reasonable alternative.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article

Zusammenfassung

Aus der TriNetX-Datenbank wurden retrospektiv 2488 Erwachsene mit echokardiographisch gesichertem linksventrikulärem Thrombus (2016-2022) eingeschlossen; nach 1:1-Propensity-Score-Matching verblieben 945 Paare (DOAK-Gruppe: 74 % Apixaban, 26 % Rivaroxaban). Der kombinierte Endpunkt (Gesamtmortalität, Schlaganfall/TIA) unterschied sich nach 30 Tagen (13,3 % vs. 15 %; HR 0,90; p = 0,41) und nach einem Jahr (23,8 % vs. 26,7 %; HR 0,93; p = 0,46) nicht signifikant, ebenso wenig schwere Blutungen. Die Autoren schlussfolgern vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit; DOAK seien eine sinnvolle Alternative.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive, propensity-gematchte Kohortenstudie, entnommen aus dem TriNetX-Netzwerk, verglich direkte orale Antikoagulanzien (DOAC) mit warfarin bei 945 gematchten Patientenpaaren mit echokardiographisch bestätigtem linksventrikulärem Thrombus und fand keinen signifikanten Unterschied im kombinierten Endpunkt aus Mortalität plus Schlaganfall/TIA nach 30 Tagen oder 1 Jahr, ähnliche Raten schwerer Blutungen und eine vergleichbare (~81%) Thrombusauflösung nach 6 Monaten und schlussfolgerte, dass DOAC eine vernünftige Alternative zu warfarin in dieser Situation sind. Für das Evidenzbild der Hirudotherapie liefert sie nützlichen Hintergrund über die moderne Landschaft der systemischen Antikoagulation, die den Rahmen dafür bildet, wie aus Blutegeln gewonnene Antikoagulanzien (z. B. hirudin und seine Analoga) positioniert werden — nämlich als lokale oder spezialisierte Wirkstoffe und nicht als Ersatz für die orale Antikoagulation bei Erkrankungen wie dem LV-Thrombus. Ehrlicher Vorbehalt: Dies sind beobachtende, retrospektive Daten, die trotz des Matchings einem Restconfounding unterliegen, sie betreffen kein Blutegelprodukt und informieren nur über die Wahl des systemischen Antikoagulans, nicht über die klinische Anwendung medizinischer Blutegel.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Direct oral anticoagulants vs. warfarin for left ventricular thrombus.

Kassab et al. · European heart journal open, 2026

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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