Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Orale Antikoagulation

Oral Anticoagulation

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Deutsches Arzteblatt international (2018)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungAltiok et al. · Deutsches Arzteblatt international, 2018

Abstract

BACKGROUND: Much new evidence on oral anticoagulation has come to light in recent years. Non-vitamin-K-dependent oral anti- coagulants (NOAC) have been developed and have been introduced into clinical practice. In this review, we present the current state of the evidence on anticoagulation for various indications with vitamin K antagonists (VKA) and with NOAC. METHODS: This review is based on pertinent articles retrieved by a selective search in PubMed (search terms: anticoagulation, atrial fibrillation, prosthetic valve, thrombosis, pulmonary embolism) and on specialty society recommendations and relevant guidelines from the years 2000-2018. RESULTS: The main indications for oral anticoagulation are atrial fibrillation, venous thromboembolism, and status post heart valve replacement. In patients with atrial fibrillation and without valvular heart disease, anticoagulation is recommended for men with a CHA2DS2-VASc score ≥ 1 and for women with a score ≥ 2. NOAC for this indication are associated with a marginally lower rate of stroke than VKA (3.5% vs. 3.8%, number needed to treat [NNT] = 333) as well as a lower rate of major hemorrhage (5.1% vs. 6.2%, NNT = 91). NOAC are contraindicated for patients with mechanical heart valves. Anticoagulation with VKA can be predictably antagonized. Among the various types of NOAC, the anticoagulant effect of dabigatran can be safely antagonized with an antidote; no specific antidote is yet available for apixaban, rivaroxaban, or edoxaban. CONCLUSION: The evidence base for anticoagulation over a time frame of several years is inadequate at present, and direct comparative data for the different types of NOAC are not yet available.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAdministration, OralAnticoagulantsAtrial FibrillationHeart Valve ProsthesisHumansRisk AssessmentVenous ThromboembolismVitamin K

Zusammenfassung

Die Übersicht stützt sich auf eine selektive PubMed-Recherche und Leitlinien (2000–2018) zur oralen Antikoagulation mit VKA und NOAK bei Vorhofflimmern, venöser Thromboembolie und nach Herzklappenersatz. Bei Vorhofflimmern ohne Klappenerkrankung waren NOAK gegenüber VKA mit einer geringfügig niedrigeren Schlaganfallrate (3,5 % vs. 3,8 %; NNT = 333) und weniger schweren Blutungen (5,1 % vs. 6,2 %; NNT = 91) assoziiert; bei mechanischen Herzklappen sind sie kontraindiziert. Laut Autoren ist die Evidenz für mehrjährige Antikoagulation derzeit unzureichend, direkte NOAK-Vergleiche fehlen bislang.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieses Review evaluierte den aktuellen Stand der Evidenz zur oralen Antikoagulation, insbesondere den Vergleich von Vitamin-K-Antagonisten (VKAs) und Nicht-Vitamin-K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAKs) über verschiedene kardiovaskuläre Indikationen hinweg. Für die American Society of Hirudotherapy liefert dieser Artikel wichtigen Hintergrund zu systemischen Antikoagulans-Therapien, die konzeptionell den potenten lokalisierten antikoagulatorischen Wirkungen von Blutegel-Speichelkomponenten wie Hirudin entsprechen. Die Überprüfung der Blutungsrisiken und therapeutischen Wirkmechanismen standardmäßiger oraler Antikoagulanzien hilft, die klinische Landschaft zu definieren, in der Blutegel-basierte Therapien verstanden oder abgegrenzt werden könnten. Allerdings konzentriert sich das Abstract ausschließlich auf konventionelle Pharmakologie und erwähnt weder Blutegel, Hirudotherapie noch das Blutegelsekretom, was lediglich eine indirekte thematische Relevanz darstellt.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Altiok E, Marx N. Oral Anticoagulation. Dtsch Arztebl Int. 2018;115(46):776-783. doi:10.3238/arztebl.2018.0776. PMID: 30602410

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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