Direkte orale Antikoagulanzien beim Budd-Chiari-Syndrom
Direct Oral Anticoagulants in Budd-Chiari Syndrome
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift European journal of haematology (2024)
Abstract
AIMS: Budd-Chiari syndrome (BCS) is managed by interventions aimed at relieving hepatic venous obstruction and anticoagulation. Despite robust data supporting the tolerability and efficacy of direct oral anticoagulants (DOACs) in patients with other venous thromboembolism, its utility in BCS is not well documented. This study aims to evaluate the efficacy and tolerability of DOACs in Primary BCS from the available literature. METHODS: Published studies that reported data on patients with BCS treated with DOACs were included. RESULTS: Two retrospective studies and nine case reports met the criteria for inclusion. The combined data from these two retrospective studies include 58 patients administered DOAC and 101 patients treated with VKA/LMWH. The combined re-stenosis or failure rates after percutaneous endovascular intervention, angioplasty, TIPS, or OLT were 17.2% for the DOAC group and 15.8% for the LMWH/VKA group. The incidence of major bleeding was 8.62% in the DOAC group and 5.94% in the LMWH/VKA group, while minor bleeding rates were 20.7% and 4.95%, respectively. Procedure-related bleeding was 4.5% in DOAC group and 12.8% in VKA/LMWH group. Nine case reports using apixaban in 3, rivaroxaban in 5, and one with dabigatran- described patients tolerating the treatment well and experiencing no major adverse events. CONCLUSIONS: DOACs appear to be at least equally effective to LMWH/VKA for the anticoagulation of patients with BCS. We believe DOACs to be preferred over LMWH/VKA for the anticoagulation of patients with BCS due to the known advantages in administration, but randomized trials might be needed to answer this question.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Eingeschlossen wurden zwei retrospektive Studien mit 58 DOAK- und 101 VKA/NMH-Patienten sowie neun Fallberichte. Re-Stenosen oder Versagen nach Intervention traten bei 17,2 % vs. 15,8 % auf (DOAK vs. VKA/NMH), schwere Blutungen bei 8,62 % vs. 5,94 %, leichte bei 20,7 % vs. 4,95 %. In den neun Fallberichten (Apixaban, Rivaroxaban, Dabigatran) wurde die Therapie gut vertragen. DOAK erscheinen mindestens gleichwirksam; die Autoren halten sie wegen bekannter Anwendungsvorteile für vorzuziehen, randomisierte Studien könnten jedoch nötig sein.
Kontext
Dieser Übersichtsartikel fasste Daten aus zwei retrospektiven Studien und neun Fallberichten zusammen, um die Wirksamkeit und Verträglichkeit direkter oraler Antikoagulanzien (DOAK) beim Budd-Chiari-Syndrom zu bewerten, und fand weitgehend vergleichbare Raten von Re-Stenose/Versagen sowie schweren Blutungen zwischen DOAK- und NMH/VKA-Gruppen. Die Studie konzentriert sich ausschließlich auf orale und konventionelle Antikoagulanzien, ohne Hirudin, Bivalirudin oder irgendeine aus Blutegeln gewonnene Verbindung einzubeziehen. Dieser Review stützt sich auf retrospektive Studien und Fallberichte bei einer seltenen Gefäßerkrankung und befasst sich nicht mit Blutegeltherapie oder antikoagulatorischer Behandlung auf Blutegelbasis; randomisierte Studien werden als notwendig anerkannt.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Thapa SB, Souza GR, Paravathaneni M, Cohen S, Mohammed T, Laber DA. Direct Oral Anticoagulants in Budd-Chiari Syndrome. Eur J Haematol. 2025;114(3):566-572. doi:10.1111/ejh.14363. PMID: 39688028
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026