Heparininduzierte Thrombozytopenie während geburtshilflicher Krankenhausaufenthalte
Heparin-Induced Thrombocytopenia during Obstetric Hospital Admissions
Administrative Datenbankstudie in der Zeitschrift American journal of perinatology (2018)
Abstract
INTRODUCTION: The rate of heparin-induced thrombocytopenia (HIT) on a population basis is unknown. The objective of this study was to characterize the risk for HIT during antepartum, delivery, and postpartum hospitalizations in the United States. MATERIALS AND METHODS: A large administrative database was used to determine the risk of HIT in hospitalized obstetric patients who received unfractionated heparin (UFH) or low molecular weight heparin (LMWH). Patients were presumed to have HIT if they were exposed to UFH or LMWH, received a diagnosis of HIT, and were administered a medication for the treatment of HIT including bivalirudin, argatroban, fondaparinux, or lepirudin. We queried severe complications of HIT including arterial thrombosis, limb amputation, heart failure, and death. RESULTS: We identified 66,468 antepartum hospitalizations, 66,741 delivery hospitalizations, and 16,325 postpartum readmissions where women received pharmacologic prophylaxis. Of these, 10 antepartum admissions, 1 delivery admission, and 14 postpartum readmissions involved a diagnosis of HIT with treatment of bivalirudin, argatroban, fondaparinux, or lepirudin. There were no deaths and no diagnoses of arterial thrombosis, limb amputation, heart failure, and death. CONCLUSION: Risk for HIT among hospitalized obstetric patients is low. In this cohort, no cases of death or severe complications were noted in relation to the diagnosis.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Mithilfe einer großen Verwaltungsdatenbank wurde das HIT-Risiko bei 66 468 antepartalen Aufenthalten, 66 741 Entbindungsaufenthalten und 16 325 postpartalen Wiederaufnahmen mit pharmakologischer Prophylaxe bestimmt. Eine HIT mit spezifischer Behandlung (Bivalirudin, Argatroban, Fondaparinux oder Lepirudin) wurde bei 10 antepartalen Aufenthalten, 1 Entbindungsaufenthalt und 14 postpartalen Wiederaufnahmen dokumentiert. Todesfälle, arterielle Thrombosen, Amputationen oder Herzinsuffizienz traten nicht auf. Die Autoren schlussfolgern, dass das HIT-Risiko bei hospitalisierten geburtshilflichen Patientinnen gering ist.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese große Datenbankstudie charakterisierte das Risiko einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) bei hospitalisierten geburtshilflichen Patientinnen und identifizierte insgesamt 25 Fälle über stationäre Aufnahmen in der Antenatal-, Entbindungs- und Postpartalphase bei über 149.000 Hospitalisationen, die eine Heparinprophylaxe einschlossen. Die Studie identifizierte HIT-Fälle anhand der Diagnose und der Gabe von Bivalirudin, Argatroban, Fondaparinux oder Lepirudin und fand keine damit verbundenen Todesfälle oder schweren Komplikationen. Das Abstract liefert keine Informationen hinsichtlich der biologischen Herkunft dieser Medikamente oder eines Zusammenhangs mit Blutegeln, Hirudin oder Hirudotherapie. Bivalirudin (ehemals Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels, basiert (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Sagaram D, Siddiq Z, Eisenberger AB, Ananth CV, Wright JD, D'Alton ME, et al. Heparin-Induced Thrombocytopenia during Obstetric Hospital Admissions. Am J Perinatol. 2018;35(9):898-903. doi:10.1055/s-0038-1627096. PMID: 29421832
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026