Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Heparininduzierte Thrombozytopenie bei Kindern nach kardiopulmonalem Bypass

Heparin-induced Thrombocytopenia in Pediatrics Following Cardiopulmonary Bypass

Literaturübersicht und gepoolte Fallserie in der Zeitschrift J Coll Physicians Surg Pak (2019)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: MetaanalyseArzneimittelentwicklungKlinische LiteraturYuan SM · Journal of the College of Physicians and Surgeons--Pakistan, 2019

Abstract

Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is an immune-mediated response to heparin administration. HIT following cardiopulmonary bypass (CPB) procedures has not been clearly delineated in pediatric populations. By comprehensive retrieval of the pertinent literature published since 2000, 19 reports were collected with 33 pediatric patients recruited into this study. A female predominance was noted in this patient setting. HIT occurred after a mean heparin exposure of 2.8 times. Pediatric HIT following CPB showed different features from that with no CPB, by a longer span on postoperative day 1-16, and a significant negative correlation between the platelet count and time of occurrence of thrombocytopenia on postoperative day 1-8. The thrombus formation developed on postoperative day 13. Heparin discontinuation and use of coganulant substitute are the important treatments of choice. In HIT patients, continued heparin use may cause patient death or recurrence of HIT. HIT-related thrombosis was present in 69.6% of the patients with similar incidence rates of arterial and venous thrombosis; and the thrombosis could be managed by medical, surgical or device explant methods. The direct thrombin inhibitors lepirudin, argatroban and bivalirudin as well as the factor Xa inhibitor danaparoid can be used safely in most of the pediatric patients. The event-free survival rate of this patient setting was 69.7%.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleMeta-Analysis
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsCardiopulmonary BypassChildHeparinHumansThrombocytopenia

Zusammenfassung

Diese Literaturübersicht mit gepoolter Fallserie umfasst 19 Berichte mit 33 pädiatrischen Patienten mit HIT nach CPB. Die HIT trat nach im Mittel 2,8 Heparin-Expositionen auf und manifestierte sich an den postoperativen Tagen 1–16. HIT-assoziierte Thrombosen bestanden bei 69,6% der Patienten, mit ähnlicher Inzidenz arterieller und venöser Ereignisse. Als Behandlung nennen die Autoren das Absetzen von Heparin und den Ersatz durch direkte Thrombininhibitoren (Lepirudin, Argatroban, Bivalirudin) oder den Faktor-Xa-Inhibitor Danaparoid; die ereignisfreie Überlebensrate betrug 69,7%.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Metaanalyse sammelte 19 Berichte mit 33 pädiatrischen Patienten, die eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) nach kardiopulmonalem Bypass entwickelten, und untersuchte Merkmale wie den Zeitpunkt der Thrombozytopenie, Thrombusbildungsmuster (in 69,6 % vorhanden) und Behandlungen. Der Abstract weist darauf hin, dass die direkten Thrombininhibitoren Lepirudin, Argatroban und Bivalirudin sowie der Faktor-Xa-Inhibitor Danaparoid bei den meisten dieser pädiatrischen Patienten sicher angewendet werden können. Der Abstract erwähnt keine Blutegel; von den genannten Arzneimitteln ist Lepirudin ein rekombinantes Derivat von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Greinacher, 2004), und Bivalirudin ist ein synthetisches Peptid, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin basiert (Maraganore et al., 1990). Die Studie aggregiert eine begrenzte Anzahl fallbasierter Berichte, und die ereignisfreie Überlebensrate von 69,7 % unterstreicht die verbleibende Morbidität.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Yuan SM. Heparin-induced Thrombocytopenia in Pediatrics Following Cardiopulmonary Bypass. J Coll Physicians Surg Pak. 2019;29(10):986-992. doi:10.29271/jcpsp.2019.10.986. PMID: 31564275

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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