Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Bivalirudin versus Heparin bei Patienten, die sich einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation unterziehen

Bivalirudin vs Heparin in Patients Who Undergo Transcatheter Aortic Valve Implantation.

Retrospektive Analyse in der Zeitschrift The Canadian journal of cardiology (2015)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische StudienLange et al. · The Canadian journal of cardiology, 2015

Abstract

BACKGROUND: We aimed to compare safety and efficacy of the direct thrombin inhibitor bivalirudin with unfractionated heparin (UFH) during transcatheter aortic valve implantation (TAVI). METHODS: In this retrospective analysis, 461 patients underwent TAVI between 2007 and 2012; 339 patients received bivalirudin, and 122 patients received UFH. In the bivalirudin group, the Sapien XT valve was implanted in 159 (46.9%) patients, and 180 (53.1%) received a Medtronic CoreValve. In the UFH group, only the Medtronic CoreValve was implanted. The primary outcome of interest was the incidence of any bleeding. Secondary outcomes of interest were all-cause mortality and cardiovascular mortality at 72 hours after the procedure and at 30 days. RESULTS: No significant difference between the groups was observed for life-threatening bleeding (2.4% for bivalirudin vs 3.3% for UFH; P = 0.59), major bleeding (8.3% vs 8.2%, respectively; P = 0.98) and minor bleeding (8.3% vs 7.4%, respectively; P = 0.76). At 72 hours after the procedure, all-cause mortality was 3.0% in the bivalirudin group and 3.3% for the UFH group (P = 0.88), whereas cardiovascular mortality was 3.0% in the bivalirudin group and 2.5% in the heparin group (P = 0.77). At 30 days, all-cause mortality was 5.3% vs 4.1% in the bivalirudin and heparin groups (P = 0.57) and cardiovascular mortality was 4.4% vs 2.5% (P = 0.33). Device success (Valve Academic Research Consortium 2 composite end point) was 94.0% in the bivalirudin-treated and 92.6% in the UFH-treated patients (P = 0.60). The early safety at 30 days was 85.3% in the bivalirudin-treated group compared with 83.6% in the UFH-treated group (P = 0.65). CONCLUSIONS: Bivalirudin has a safety and efficacy profile similar to weight-adjusted UFH during the TAVI procedure.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypComparative StudyJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAged, 80 and overAnticoagulantsAntithrombinsAortic Valve StenosisFemaleFollow-Up StudiesHeparinHirudinsHumansMalePeptide FragmentsRecombinant Proteins

Zusammenfassung

In einer retrospektiven Analyse von 461 TAVI-Patienten (2007–2012) erhielten 339 Bivalirudin und 122 unfraktioniertes Heparin (UFH). Lebensbedrohliche Blutungen (2,4 % vs. 3,3 %; p = 0,59), schwere Blutungen (8,3 % vs. 8,2 %) und die 30-Tage-Gesamtmortalität (5,3 % vs. 4,1 %) unterschieden sich nicht signifikant, ebenso wenig der Geräteerfolg (94,0 % vs. 92,6 %; p = 0,60). Laut den Autoren weist Bivalirudin während der TAVI ein ähnliches Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil auf wie gewichtsadjustiertes UFH.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive Analyse von 461 Patienten, die sich einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation unterzogen, verglich den direkten Thrombininhibitor bivalirudin mit unfraktioniertem heparin und fand keinen signifikanten Unterschied bei lebensbedrohlichen, schweren oder geringfügigen Blutungen, bei der Mortalität oder beim Implantationserfolg, mit dem Schluss, dass beide eine ähnliche Sicherheit und Wirksamkeit aufwiesen. Der Bezug zur Hirudotherapie besteht darin, dass bivalirudin ein synthetisches Peptid ist, das von hirudin abgeleitet wurde, dem natürlichen Antikoagulans des medizinischen Blutegels Hirudo, wodurch dies Teil der übergreifenden Geschichte wird, wie das Sekretom des Blutegels die modernen, in der Kardiologie eingesetzten direkten Thrombininhibitoren hervorgebracht hat. Als Vorbehalt: Dies ist ein monozentrischer retrospektiver Vergleich eines von hirudin abgeleiteten Arzneimittels bei kardiologischen Patienten und sagt nichts über die Blutegeltherapie in der klinischen Praxis aus; er veranschaulicht das Erbe des Sekretoms in der Arzneimittelentdeckung, nicht die Anwendung von Blutegeln.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Bivalirudin vs Heparin in Patients Who Undergo Transcatheter Aortic Valve Implantation.

Lange et al. · The Canadian journal of cardiology, 2015

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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