Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Derivate hirudinähnlicher Peptide aus Poecilobdella manillensis zeigen antithrombotische Wirkungen und Wirkungen gegen ischämischen Schlaganfall

The derivatives of hirudin-like peptides from the Poecilobdella manillensis exhibit antithrombotic and anti-ischemic stroke effects

Tierexperimentelle und In-vitro-Studie in der Zeitschrift International journal of biological macromolecules (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Präklinisch (tierexperimentell)ArzneimittelentwicklungKhalid M et al. · International journal of biological macromolecules, 2025

Abstract

Almost all currently approved anticoagulants interfere with hemostasis and increase the risk of bleeding complications. Thus, there is a critical need for safer anti-thrombotic drugs without bleeding risk. Hirudin has demonstrated potent antithrombotic properties, but is clinically limited due to its high bleeding risk. Hirudin variants such as bivalirudin have been developed to address this issue, yet present a similar proportional risk of bleeding. In this study, several hirudin-like peptides were identified from the salivary gland transcriptome of Poecilobdella manillensis. Guided by the structural design principles of bivalirudin, derivatives of these hirudin-like peptides were synthesized and evaluated for their antithrombotic efficacy and safety in thrombosis and ischemic stroke. Results suggested that derived peptides PM3, PM4, PM6 and PM7 can effectively inhibited the activity of thrombin in vitro. Furthermore, PM4, PM6 and PM7 exhibited robust anticoagulant activity in vivo. Importantly, PM4 and PM7 exhibited significantly lower bleeding risk compared to bivalirudin, as well as comparable efficacy in mitigating intracerebral thrombosis in a transient middle cerebral artery occlusion mouse model, without inducing intracerebral hemorrhage. These findings highlight the therapeutic potential of hirudin-like peptide derivatives as promising candidates for the treatment of thrombosis and ischemic stroke, combining efficacy with an improved safety profile.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsHirudinsFibrinolytic AgentsMiceIschemic StrokePeptidesMaleDisease Models, AnimalAnticoagulantsThrombinThrombosisPeptide FragmentsRecombinant Proteins

Zusammenfassung

Aus dem Speicheldrüsen-Transkriptom von Poecilobdella manillensis wurden hirudinähnliche Peptide identifiziert; nach den Strukturprinzipien von Bivalirudin wurden Derivate synthetisiert und in Thrombose- und Schlaganfallmodellen geprüft. PM3, PM4, PM6 und PM7 hemmten Thrombin in vitro, PM4, PM6 und PM7 wirkten in vivo robust antikoagulativ. PM4 und PM7 zeigten ein signifikant geringeres Blutungsrisiko als Bivalirudin bei vergleichbarer Wirkung gegen intrazerebrale Thrombosen im Mausmodell mit transienter Okklusion der Arteria cerebri media, ohne intrazerebrale Blutungen. Die Autoren sehen in den Derivaten vielversprechende Kandidaten.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie identifizierte hirudinähnliche Peptide aus dem Speicheldrüsentranskriptom von Poecilobdella manillensis und synthetisierte Derivate, die durch strukturelle Designprinzipien von Bivalirudin geleitet waren. Die Derivate PM3, PM4, PM6 und PM7 hemmten Thrombin in vitro wirksam; PM4, PM6 und PM7 zeigten in vivo antikoagulatorische Aktivität; und PM4 und PM7 wiesen ein signifikant geringeres Blutungsrisiko als Bivalirudin auf, während sie eine vergleichbare Wirksamkeit bei der Reduktion intrazerebraler Thrombose in einem transienten Verschlussmodell der mittleren Zerebralarterie (MCAO) bei Mäusen zeigten, ohne intrazerebrale Blutungen zu induzieren. Die Studie untersucht egelsderivate Hirudin-Varianten als potenziell sicherere antithrombotische und Anti-Schlaganfall-Wirkstoffe. Die Befunde sind präklinisch, basieren auf Mausmodellen für Thrombose und ischämischen Schlaganfall mit synthetischen Peptidderivaten, nicht auf lebender Egeltherapie; es werden keine Daten zu Sicherheit oder Wirksamkeit beim Menschen präsentiert.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Khalid M, Chen Y, Zhou S, Asmamaw D, Mwangi J, Chen Q, et al. The derivatives of hirudin-like peptides from the Poecilobdella manillensis exhibit antithrombotic and anti-ischemic stroke effects. Int J Biol Macromol. 2025;307(Pt 3):141950. doi:10.1016/j.ijbiomac.2025.141950. PMID: 40086559

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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