Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Hirudin für diagnostische Zwecke

Hirudin for diagnostic purposes

Narrative Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Haemostasis (1991)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungKlinische LiteraturStocker K · Haemostasis, 1991

Abstract

Hirudin serves as a versatile tool for the control of thrombin activity in hemostaseology. It may be added in excess to blood, plasma or test mixtures to prevent catalytic and nonenzymatic effects of thrombin. It may be used to quench thrombin activity upon extensive or limited action. Unlike heparin-antithrombin III complex which exclusively inhibits alpha-and gamma-thrombin, hirudin also inhibits meizothrombin, a precursor of alpha-thrombin. Thus, hirudin may be used for the detection of meizothrombin as well as for the prevention of its action in plasma samples. In conjunction with chromogenic substrates, hirudin may serve to discriminate between actions mediated by thrombin, its precursors, cofactors and effectors and actions of other enzyme systems. The principle of this hirudin application is exemplified for factor-V- and factor-VIII-dependent anticoagulant activity of protein C.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAmino Acid SequenceBlood Chemical AnalysisBlood Coagulation TestsBlood PlateletsChromogenic CompoundsEndopeptidasesEnzyme PrecursorsHirudinsHumansMolecular Sequence DataPlatelet Function TestsProthrombinSubstrate SpecificityThrombin

Zusammenfassung

Hirudin dient in der Hämostaseologie als vielseitiges Werkzeug zur Kontrolle der Thrombinaktivität. Im Überschuss zu Blut, Plasma oder Testansätzen zugesetzt, kann es katalytische und nichtenzymatische Thrombineffekte verhindern und die Aktivität nach begrenzter oder ausgedehnter Einwirkung löschen. Anders als der Heparin-Antithrombin-III-Komplex hemmt Hirudin auch Meizothrombin, die Vorstufe des alpha-Thrombins, und eignet sich zum Nachweis von Meizothrombin. Mit chromogenen Substraten kann es helfen, Thrombin-vermittelte von anderen enzymatischen Wirkungen zu unterscheiden, etwa bei der Faktor-V- und Faktor-VIII-abhängigen antikoagulatorischen Aktivität von Protein C.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Review beschreibt die Anwendungen von Hirudin als diagnostisches Laborreagenz in der Hämostaseologie und erläutert im Detail, wie es die Thrombinaktivität in Blut und Plasma löscht, Meizothrombin einzigartig hemmt (im Gegensatz zu Heparin-Antithrombin III) und in Kombination mit chromogenen Substraten thrombinabhängige Enzymwirkungen von anderen Proteasesystemen unterscheidet. Hirudin ist das Antikoagulans, das am engsten mit der Hirudotherapie assoziiert wird, und das Abstract beschreibt seine thrombinhemmende Selektivität. Der Artikel erwähnt weder Blutegel noch Blutegeltherapie oder klinische therapeutische Anwendungen, und sein Umfang beschränkt sich auf die diagnostische In-vitro-Laboranwendung.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Stocker K. Hirudin for diagnostic purposes. Haemostasis. 1991;21 Suppl 1:161-167. doi:10.1159/000216279. PMID: 1894191

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 18. März 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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