Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Beurteilung des Blutungsrisikos bei Patienten mit Vorhofflimmern unter oraler Antikoagulation

Bleeding risk assessment in patients with atrial fibrillation who are taking oral anticoagulants

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Hospital practice (1995) (2013)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturGuo et al. · Hospital practice (1995), 2013

Abstract

Prevention of thromboembolism is the key priority in the management of patients with atrial fibrillation (AF). Clinical decisions on antithrombotic management should be based on the balance between an individual's thromboembolic and hemorrhagic risk. The HAS-BLED score is a simple and user-friendly tool for the assessment of bleeding risk. It is recommended for bleeding risk assessment by the 2010 European Society of Cardiology guidelines for the management of AF, and the latest guidelines of the Canadian Cardiovascular Society for the prevention of stroke and systemic thromboembolism in patients with AF and atrial flutter. A HAS-BLED score ≥ 3 indicates high risk for hemorrhage and suggests that modifiable risk factors affecting bleeding (eg, blood pressure, hepatic/renal function, international normalized ratio, antiplatelet agents, and nonsteroidal anti-inflammatory drugs) be reviewed and corrected. Patients at high risk for stroke (CHA2DS2-VASc score ≥ 2) and hemorrhage (HAS-BLED score ≥ 3) seem to gain significant benefit from oral anticoagulants. As a general rule, oral anticoagulants should be considered for all patients with AF, except those at very low risk for stroke (CHA2DS2-VASc score of 0) and those at extremely high risk for bleeding. The newer oral anticoagulants (eg, dabigatran, rivaroxaban, and apixaban) are promising alternatives to vitamin K antagonists for the prevention of stroke in patients with nonvalvular AF.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAdministration, OralAge FactorsAgedAged, 80 and overAnticoagulantsAtrial FibrillationComorbidityDrug InteractionsHemorrhageHumansPubMedRisk AssessmentThromboembolism

Zusammenfassung

Im Mittelpunkt der Übersichtsarbeit steht der HAS-BLED-Score als einfaches Werkzeug zur Beurteilung des Blutungsrisikos, der von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (2010) und der Kanadischen Herz-Kreislauf-Gesellschaft empfohlen wird. Ein Wert ≥ 3 kennzeichnet ein hohes Risiko und sollte Anlass geben, modifizierbare Risikofaktoren zu prüfen. Patienten mit hohem Schlaganfallrisiko (CHA2DS2-VASc ≥ 2) und Blutungsrisiko (HAS-BLED ≥ 3) scheinen deutlich von oralen Antikoagulanzien zu profitieren. Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban sind vielversprechende Alternativen zu Vitamin-K-Antagonisten bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern.

Kontext

Diese Übersichtsarbeit erörtert die Bewertung des Blutungsrisikos anhand des HAS-BLED-Scores bei Patienten mit Vorhofflimmern unter oraler Antikoagulation und empfiehlt, dass modifizierbare Blutungsrisikofaktoren bei Hochrisikopatienten korrigiert werden sollten; sie stellt fest, dass neuere orale Antikoagulanzien (Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban) vielversprechende Alternativen zu Vitamin-K-Antagonisten darstellen. Das Abstract enthält keinerlei Erwähnung von Blutegeln, Hirudotherapie, Hirudin oder anderen aus Blutegeln gewonnenen Verbindungen. Dabigatran ist ein direkter Thrombininhibitor, der mechanistisch mit Hirudin verwandt ist, und der Fokus des Artikels liegt rein auf dem pharmazeutischen Antikoagulanzien-Management.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Guo Y, Lip GY, Apostolakis S. Bleeding risk assessment in patients with atrial fibrillation who are taking oral anticoagulants. Hosp Pract (1995). 2013;41(1):71-78. doi:10.3810/hp.2013.02.1012. PMID: 23466969

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Verwandte Forschungsarbeiten

Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Klinische Literatur“.

Alle von der ASH analysierten Studien →

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.