Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Überempfindlichkeit vom Spättyp und Kreuzreaktivität gegenüber Heparinen und Danaparoid: eine prospektive Studie

Delayed-type hypersensitivity and cross-reactivity to heparins and danaparoid: a prospective study

Prospektive Studie in der Zeitschrift Dermatologic surgery : official publication for American Society for Dermatologic Surgery [et al.] (2001)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungGrassegger et al. · Dermatologic surgery : official publication for American Society for Dermatologic Surgery [et al.], 2001

Abstract

BACKGROUND: Delayed-type hypersensitivity (DTH) reactions in patients receiving heparin may occur with both unfractionated (UFHs) and low molecular weight heparins (LMWHs). Skin testing is a clue to detect tolerated heparin or heparinoid preparations for further treatment. OBJECTIVE: To study in vivo cross-reactivity between LMWHs, UFHs, and danaparoid by skin testing in patients with suspected DTH to heparin. METHODS: Patients who fulfilled the criteria for the diagnosis of suspected heparin allergy were involved in a prospective study after informed consent. Patients presented with or had a history of typical erythematous plaques at the heparin injection sites. Skin testing was performed by subcutaneous injections of heparin (300-500 IU anti-Xa activity) and danaparoid (375 IU, eight patients). Desirudin (27,000 IU) was tested in three patients. We read skin reactions after 24, 48, and 96 hours and after 7 days. RESULTS: Fourteen female and 4 male patients were included in our series. Erythematous plaques had been reported or developed after 14-35 days in patients during first-time heparin treatment and after 2-10 days in reexposed patients. Positive skin test results were seen in 15 of 18 (83.3%) patients. Of these, 11 (73.3%) showed cross-reactivity between heparins and/or danaparoid. Six patients reacted to LMWHs only, nine patients to both LMWHs and UFHs. Danaparoid was tolerated in six of eight patients; desirudin was tolerated in all three patients tested. CONCLUSIONS: DTH to heparins is characterized by considerable cross-reactivity between LMWHs, UFHs, and danaparoid. UFHs may be tolerated even if LMWHs are not. Subcutaneous testing of a panel of heparins, danaparoid, and desirudin (hirudin) is recommended to determine acceptable treatment options for patients allergic to specific heparins.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAdultAgedAged, 80 and overAnticoagulantsChondroitin SulfatesCross ReactionsDermatan SulfateDrug CombinationsDrug EruptionsFemaleHeparinHeparinoids

Zusammenfassung

In dieser prospektiven Studie wurde die Kreuzreaktivität zwischen niedermolekularen Heparinen (NMH), unfraktionierten Heparinen (UFH) und Danaparoid bei 18 Patienten mit Verdacht auf Heparin-Allergie vom Spättyp mittels Hauttestung untersucht. Positive Hauttestergebnisse fanden sich bei 15 von 18 Patienten (83,3 %); 11 (73,3 %) zeigten Kreuzreaktivität. Sechs Patienten reagierten nur auf NMH, neun auf NMH und UFH; erythematöse Plaques traten nach 14–35 Tagen (Erstexposition) oder 2–10 Tagen (Reexposition) auf. Danaparoid wurde von 6 von 8, Desirudin von allen 3 getesteten Patienten vertragen.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese prospektive Hauttest-Studie an 18 Patienten mit Verdacht auf Typ-IV-Überempfindlichkeit gegen heparin fand positive Reaktionen bei 15 (83,3%) mit ausgedehnter Kreuzreaktivität zwischen niedermolekularen heparinen, unfraktionierten heparinen und danaparoid, während danaparoid bei 6 von 8 Patienten und desirudin (rekombinantes hirudin) bei allen 3 getesteten Patienten vertragen wurde, was die Autoren zu der Empfehlung führte, ein Panel einschließlich desirudin zu testen, um verträgliche Antikoagulanzien für heparin-allergische Patienten zu finden. Dies ist unmittelbar relevant für das wissenschaftliche Narrativ der Hirudotherapie, da desirudin eine rekombinante Form von hirudin ist, dem prototypischen Antikoagulans des Sekretoms des medizinischen Blutegels, und der Bericht eine klinische Nische veranschaulicht, in der ein hirudin-basierter Wirkstoff als Alternative erfolgreich war, wenn heparine nicht vertragen wurden. Die Vorbehalte sind, dass es sich um eine kleine prospektive Fallserie von 18 Patienten mit nur 3 desirudin-Expositionen handelt, die das rekombinante Medikament statt einer Ganz-Blutegel-Therapie prüft, sodass sie den Wert der hirudin-Pharmakologie bei ausgewählten heparin-allergischen Patienten stützt, jedoch für sich genommen weder die Wirksamkeit noch die Sicherheit der Blutegeltherapie belegt.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Delayed-type hypersensitivity and cross-reactivity to heparins and danaparoid: a prospective study.

Grassegger et al. · Dermatologic surgery : official publication for American Society for Dermatologic Surgery [et al.], 2001

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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