Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Update aus der Hämatologie: heparininduzierte Thrombozytopenie und Bivalirudin

Update in hematology: heparin-induced thrombocytopenia and bivalirudin

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Journal of Cardiothoracic and Vascular Anesthesia (2011)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungKlinische LiteraturAugoustides JGT · Journal of Cardiothoracic and Vascular Anesthesia, 2011

Abstract

Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is important because it is common, and it significantly increases mortality after cardiac surgery. Although thrombocytopenia after cardiac surgery is common, it predicts serious adverse outcome when it is severe. Despite the high prevalence of heparin/platelet factor 4 antibodies in cardiac surgical patients, they typically do not indicate a higher perioperative risk. Recent evidence suggests, however, that when these antibodies are in the immunoglobulin M class, there is an increased risk of nonthrombotic adverse outcomes after cardiac surgery. According to the guidelines from the American College of Chest Physicians, patients with HIT require parenteral anticoagulation with a direct thrombin inhibitor such as lepirudin, argatroban, or bivalirudin. The transition to oral anticoagulation must be undertaken cautiously and only after the platelet count has recovered. Patients with a remote history of HIT can have cardiac surgery safely with unfractionated heparin. Patients with clinically active HIT who require cardiac surgery before the resolution of the HIT preferably should be anticoagulated with bivalirudin, dosed according to body weight and the goal-activated coagulation time. Given that bivalirudin is an established alternative to heparin as a thrombin inhibitor for cardiac surgery, it is likely that future trials will investigate which anticoagulant confers better outcomes after cardiac surgery, as is the case in percutaneous coronary intervention.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsCardiac Surgical ProceduresHematologyHeparinHirudinsHumansPeptide FragmentsRecombinant ProteinsThrombocytopenia

Zusammenfassung

Die Übersichtsarbeit betont die Bedeutung der HIT nach herzchirurgischen Eingriffen, da sie die Mortalität deutlich erhöht. Heparin/Plättchenfaktor-4-Antikörper sind bei Herzchirurgie-Patienten häufig, bedeuten aber meist kein höheres perioperatives Risiko; bei IgM-Antikörpern deuten neuere Daten dagegen auf ein erhöhtes Risiko nichtthrombotischer Komplikationen hin. Laut Leitlinien des American College of Chest Physicians erfordert HIT eine parenterale Antikoagulation mit direkten Thrombininhibitoren wie Lepirudin, Argatroban oder Bivalirudin. Bei klinisch aktiver HIT und nötiger Herzoperation wird bevorzugt Bivalirudin empfohlen, dosiert nach Körpergewicht und Ziel-ACT.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Review bietet eine Aktualisierung zur HIT in Hämatologie und Herzchirurgie und stellt fest, dass die Leitlinien eine parenterale Antikoagulation mit einem direkten Thrombininhibitor wie Lepirudin, Argatroban oder Bivalirudin erfordern. Es wird betont, dass Patienten mit aktiver HIT, die vor Auflösung der HIT eine Herzoperation benötigen, vorzugsweise Bivalirudin erhalten sollten, mit vorsichtigem Übergang zu oraler Antikoagulation nach Erholung der Thrombozyten. Von den genannten Arzneimitteln ist Lepirudin ein rekombinantes Derivat von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Greinacher, 2004), und Bivalirudin ist ein synthetisches Peptid, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin basiert (Maraganore et al., 1990); der Review untersucht diese Arzneimittel, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Augoustides JG. Update in hematology: heparin-induced thrombocytopenia and bivalirudin. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2011;25(2):371-375. doi:10.1053/j.jvca.2010.12.015. PMID: 21316987

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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