Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Erfolgreicher Einsatz eines Bivalirudin-Behandlungsprotokolls zur Verhinderung extrakorporaler Thrombosen bei ambulanten Hämodialysepatienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie

Successful use of a bivalirudin treatment protocol to prevent extracorporeal thrombosis in ambulatory hemodialysis patients with heparin-induced thrombocytopenia

Fallserie in der Zeitschrift Hemodialysis international (2015)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungAl-Ali FS et al. · Hemodialysis international, 2016

Abstract

Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is an uncommon problem in hemodialysis (HD) patients. There have been a few reports on the use of lepirudin, argatroban, or danaparoid in the management of extracorporeal thrombosis (ECT) during dialysis in these patients, because heparin is contraindicated. Here, we report the first long-term use of bivalirudin to prevent ECT. Our study was conducted at Fahd Bin Jassim Kidney Center in Doha, Qatar. All patients diagnosed with HIT were included. A bivalirudin treatment protocol was developed with the initial dosage and dosage adjustments based on the value of activated partial thromboplastin time (aPTT), the risk of bleeding, and the recurrence of ECT. Eight patients were positive for HIT AB. Among them, three were excluded: two due to the use of warfarin for atrial fibrillation and one due to a negative repeat HIT AB test with no ECT. Five patients who were positive for HIT AB and experienced recurrent ECT events during dialysis were included. These patients were monitored while on bivalirudin protocol for a mean of 4.6 ± 2 months, during which they received a mean number of HD treatments of 66 ± 24. There were no bleeding events or adverse reactions related to bivalirudin during the study. Here, we report the first long-term successful use of a bivalirudin protocol to prevent ECT in ambulatory HD patients with HIT. This protocol allowed for a simple dosing initiation with easy adjustment based on weight, aPTT, and recurrence of ECT events. The protocol provided excellent safety.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAdultAgedAntithrombinsClinical ProtocolsFemaleHeparinHirudinsHumansMaleMiddle AgedPeptide FragmentsRecombinant ProteinsRenal DialysisThrombocytopeniaThrombosis

Zusammenfassung

Berichtet wird über die erste langfristige Anwendung eines Bivalirudin-Protokolls zur Prävention extrakorporaler Thrombosen (ECT) bei ambulanten Hämodialysepatienten mit HIT. Von acht Patienten mit positiven HIT-Antikörpern wurden drei ausgeschlossen; fünf mit rezidivierenden ECT wurden über im Mittel 4,6 ± 2 Monate beobachtet und erhielten im Mittel 66 ± 24 Dialysen. Dosierung und Anpassung orientierten sich an aPTT, Blutungsrisiko und ECT-Rezidiven. Es traten keine bivalirudinbedingten Blutungen oder unerwünschten Reaktionen auf; die Autoren bescheinigen dem Protokoll ein exzellentes Sicherheitsprofil.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie berichtete über fünf ambulante Hämodialysepatienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie, die ein Bivalirudin-Protokoll zur Prävention einer extrakorporalen Thrombose während der Dialyse erhielten, wobei über einen mittleren Nachbeobachtungszeitraum von 4,6 Monaten keine Blutungsereignisse oder unerwünschten Reaktionen beobachtet wurden. Bivalirudin ist ein direkter Thrombininhibitor, der aus Hirudin, dem im Speichel des medizinischen Blutegels vorkommenden Antikoagulans, gewonnen wird; somit veranschaulicht diese Arbeit, wie ein vom Blutegelsekretom inspiriertes Agens eine wichtige klinische Nische füllen kann, wenn Heparin kontraindiziert ist. Die Befunde widerspiegeln die Leistung eines Hirudin-basierten Antikoagulans unter realen Bedingungen im chronischen ambulanten Setting. Allerdings kann dieser Bericht mit nur fünf Patienten an einem einzigen Zentrum und ohne Kontrollgruppe weder Wirksamkeit noch vergleichende Sicherheit belegen, und die Ergebnisse sollten als vorläufig betrachtet werden.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Al-Ali FS, Elsayed M, Khalifa S, Abdulla AE, Tolba H, Bouanane H, et al. Successful use of a bivalirudin treatment protocol to prevent extracorporeal thrombosis in ambulatory hemodialysis patients with heparin-induced thrombocytopenia. Hemodial Int. 2016;20(2):204-207. doi:10.1111/hdi.12379. PMID: 26501237

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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