Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Bivalirudin als Ersatz für Heparin in der Neurointervention bei Patienten mit heparininduzierter Thrombozytopenie

Bivalirudin as a substitute for heparin in neurointervention for patients with heparin-induced thrombocytopenia

Fallbericht mit Literaturübersicht in der Zeitschrift Journal of stroke and cerebrovascular diseases (2024)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtArzneimittelentwicklungSukumaran M et al. · Journal of stroke and cerebrovascular diseases, 2024

Abstract

OBJECTIVES: Heparin-induced thrombocytopenia is a known complication of heparin exposure with potentially life-threatening sequelae. Direct thrombin inhibitors can be substituted for heparin in patients with heparin-induced thrombocytopenia that require anticoagulation. However, the use of direct thrombin inhibitors as a substitute for heparin has not been widely reported in the neuroendovascular literature. MATERIALS AND METHODS: Here we report the first use of the direct thrombin inhibitor bivalirudin in a neuroendovascular procedure as a substitute for heparin in a patient with a ruptured pseudoaneurysm and heparin-induced thrombocytopenia, and review the literature on the use of bivalirudin and argatroban for such patients. RESULTS: Bivalirudin was safely and effectively used in the case reported, with no thrombotic or hemorrhagic complications. Our literature review revealed a paucity of studies on the use of heparin alternatives, including bivalirudin, in neuroendovascular procedures in patients with heparin-induced thrombocytopenia. CONCLUSIONS: Heparin-induced thrombocytopenia is an important iatrogenic disease process in patients undergoing neuroendovascular procedures, and developing protocols to diagnose and manage heparin-induced thrombocytopenia is important for healthcare systems. While further research needs to be done to establish the full range of anticoagulation options to substitute for heparin, our case indicates bivalirudin as a potential candidate.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleCase ReportsReview
Indexierte MeSH-BegriffeHumansMaleMiddle AgedAneurysm, FalseAneurysm, RupturedAnticoagulantsAntithrombinsDrug SubstitutionEndovascular ProceduresHeparinHirudinsIntracranial AneurysmPeptide FragmentsRecombinant ProteinsThrombocytopeniaTreatment Outcome

Zusammenfassung

Berichtet wird der erste Einsatz von Bivalirudin als Heparinersatz in einem neuroendovaskulären Eingriff bei einem Patienten mit rupturiertem Pseudoaneurysma und heparininduzierter Thrombozytopenie (HIT), ergänzt um eine Literaturübersicht zu Bivalirudin und Argatroban bei solchen Patienten. Bivalirudin wurde sicher und wirksam angewendet, ohne thrombotische oder hämorrhagische Komplikationen. Die Literaturrecherche zeigte wenige Studien zu Heparinalternativen bei HIT in der Neurointervention. Die Autoren betonen die Bedeutung von HIT-Protokollen und sehen in Bivalirudin einen potenziellen Kandidaten, während weitere Forschung nötig bleibt.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Artikel stellt einen Fall der Anwendung von Bivalirudin als Heparinsubstitut während der neuroendovaskulären Behandlung eines rupturierten Pseudoaneurysmas bei einem Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie vor, begleitet von einer Literaturübersicht zu direkten Thrombininhibitoren (Bivalirudin und Argatroban) im neuroendovaskulären Bereich. Der berichtete Fall wies weder thrombotische noch hämorrhagische Komplikationen auf, und die Autoren weisen auf eine spärliche Evidenzlage in dieser Nische hin. Bivalirudin (früher Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin basiert, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Sukumaran M, Cantrell DR, D'Agostino C, Jahromi BS, Ansari SA, Potts MB. Bivalirudin as a substitute for heparin in neurointervention for patients with heparin-induced thrombocytopenia. J Stroke Cerebrovasc Dis. 2024;33(6):107310. doi:10.1016/j.jstrokecerebrovasdis.2023.107310. PMID: 38636321

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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