Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Neuronale Schaltkreise zur Erzeugung rhythmischer Bewegungen

Neural circuits for generating rhythmic movements

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Annual review of biophysics and bioengineering (1978)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewGenomik & ProteomikFriesen W, Stent G · Annual review of biophysics and bioengineering, 1978

Abstract

Inasmuch as the identified neural circuits discussed in this review pertain only to the nervous systems of two invertebrate species, one may ask whether or not these findings are generally applicable to central nervous oscillators that generate rhythmic movements in animals of other species and phyla, particularly in the vertebrates. This question is not easy to answer at this time, because detailed cellular network analyses thus far have been possible only in a very few neurophysiologically favorable preparations, such as those presented by the cardiac and stomatogastric ganglia of the lobster and the segmental ganglion of the leech. Nevertheless it is significant that the mechanisms according to which these invertebrate circuits are now thought to generate their oscillations--endogenous rhythmic polarization, reciprocal inhibition, and recurrent cyclic inhibition--were all first proposed to account for generation of rhythmic movements in vertebrate animals (7-9, 51, 71, 79). Moreover, the pattern of motor neuron activity in rhythmic movements of vertebrates is not necessarily more complex than the corresponding pattern in analogous movements of invertebrates. Therefore, the very much greater number of neurons in the central nervous system of vertebrates does not necessarily imply a greater complexity of the central oscillators that generate their rhythmic movements; it may only place greater obstacles in the way of identifying the underlying neuronal circuitry. In any case, it is worthy of note that the current list of fundamentally different and theoretically plausible types of neuronal oscillators is not only quite short but also of long standing. Thus, on these grounds, it seems reasonable to expect that the identified circuits discussed here will prove to be of general applicability to the generation of rhythmic movements in the whole animal kingdom.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, U.S. Gov't, Non-P.H.S.Research Support, U.S. Gov't, P.H.S.Review
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsLeechesLocomotionModels, NeurologicalMovementMyocardial ContractionNephropidaeNerve NetNervous System Physiological PhenomenaNeural InhibitionPeriodicityStomach

Zusammenfassung

Die Übersichtsarbeit diskutiert identifizierte neuronale Schaltkreise für rhythmische Bewegungen bei zwei wirbellosen Arten: den kardialen und stomatogastrischen Ganglien des Hummers sowie dem Segmentalganglion des Blutegels. Die zugrunde liegenden Oszillationsmechanismen – endogene rhythmische Polarisation, reziproke Inhibition und rekurrente zyklische Inhibition – wurden ursprünglich zur Erklärung rhythmischer Bewegungen von Wirbeltieren vorgeschlagen. Da motorische Muster bei Wirbeltieren nicht unbedingt komplexer sind und mehr Neuronen nicht zwingend komplexere zentrale Oszillatoren bedeuten, erscheint es den Autoren angemessen, eine allgemeine Anwendbarkeit dieser Schaltkreise im Tierreich zu erwarten.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersichtsarbeit untersucht identifizierte neuronale Schaltkreise, die der Erzeugung rhythmischer Bewegungen in Präparaten von Wirbellosen zugrunde liegen, und diskutiert insbesondere das kardiale und das stomatogastrische Ganglion des Hummers sowie das segmentale Ganglion des Blutegels. Das segmentale Ganglion des Blutegels wird als eines der wenigen neurophysiologisch günstigen Präparate hervorgehoben, in denen eine detaillierte zelluläre Netzwerkanalyse möglich war, und trägt zum Verständnis oszillatorischer Mechanismen bei, einschließlich endogener rhythmischer Polarisation, reziproker Inhibition und rekurrenter zyklischer Inhibition. Diese Arbeit liefert grundlegendes Wissen zur Neurobiologie des Blutegels, wobei sie jedoch weder therapeutische Anwendungen, Speichelsekretion noch klinische Ergebnisse behandelt. Als Übersichtsarbeit (gemäß der angegebenen Publikationsform) synthetisiert sie bestehendes Wissen, statt neue experimentelle Befunde zu präsentieren, und betrifft die Grundlagenforschung zur Neurobiologie des Blutegelnervensystems und nicht Aspekte der Therapie mit Blutegeln.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Friesen WO, Stent GS. Neural circuits for generating rhythmic movements. Annu Rev Biophys Bioeng. 1978;7:37-61. doi:10.1146/annurev.bb.07.060178.000345. PMID: 352244

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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