Entwicklung eines Algorithmus zur Behandlung der heparininduzierten Thrombozytopenie
Developing an algorithm for treating heparin-induced thrombocytopenia
Übersichtsarbeit mit Behandlungsempfehlungen in der Zeitschrift Clinical advances in hematology & oncology : H&O (2004)
Abstract
Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is a serious and common complication of heparin therapy that can lead to significant losses of life and limb. It is often under-recognized and, therefore, goes untreated until thrombosis develops. This article is meant to provide specific recommendations for treating patients with immune-mediated HIT, whether or not it is associated with thrombosis. These recommendations are based on our clinical experience treating patients with HIT and our evaluation of the published data on the efficacy and safety of lepirudin and argatroban, the 2 drugs approved by the Food and Drug Administration for treating HIT. Based on these criteria, we consider lepirudin the treatment of choice in all patients with HIT except those with severe or deteriorating renal function.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Der Artikel gibt konkrete Empfehlungen zur Behandlung der immunvermittelten heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT), unabhängig davon, ob eine Thrombose vorliegt. Die Autoren stützen sich auf klinische Erfahrungen und publizierte Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Lepirudin und Argatroban, den beiden von der FDA für HIT zugelassenen Wirkstoffen. Auf dieser Grundlage betrachten sie Lepirudin als Therapie der Wahl bei HIT-Patienten, ausgenommen solche mit schwerer oder sich verschlechternder Nierenfunktion.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese Übersichtsarbeit skizziert einen Algorithmus zum Management der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) mit Schwerpunkt auf dem klinischen Einsatz FDA-zugelassener alternativer Antikoagulanzien. Sie hebt insbesondere Lepirudin – eine rekombinante Form von Hirudin, das ursprünglich aus dem medizinischen Blutegel stammt – als Behandlung der Wahl für die meisten HIT-Patienten hervor. Dies liefert wertvollen Kontext für die klinische Translation eines aus Blutegeln gewonnenen Proteins in ein Mainstream-Pharmazeutikum. Die Studie umfasst jedoch keine lebenden Blutegel und keine natürliche Hirudotherapie; ihre Relevanz beschränkt sich strikt auf die pharmazeutische Anwendung eines bestimmten aus Blutegeln stammenden Moleküls.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
McIntosh BA. Developing an algorithm for treating heparin-induced thrombocytopenia. Clin Adv Hematol Oncol. 2004;2(4):216-222. PMID: 16163184
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026