Von natürlichen zu synthetischen Thrombininhibitoren mit mehreren Bindungsstellen
From natural to synthetic multisite thrombin inhibitors
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Biopolymers (1999)
Abstract
A large number of potent and selective therapeutic agents, useful for the treatment of several diseases, have been isolated from natural sources. For example, the most active thrombin inhibitors are those secreted by the salivary glands of leeches. One peculiar feature of these agents is the lack of any significant inhibitory cross-reaction with other serine proteinases. Hence, the knowledge of the exact mechanism of action of these molecules provides the basis for the development of new and efficient synthetic drugs. For this reason, many studies have been undertaken on the structure-activity relationships of natural thrombin inhibitors, and a large amount of detailed information has been obtained by the crystal structures of these inhibitors when complexed with thrombin. In this paper, we review natural and synthetic multisite thrombin inhibitors, whose structural aspects have been determined in detail. We also report here the approach used by us to develop a new class of synthetic, multisite directed thrombin inhibitors, named hirunorms, designed to mimic the distinctive binding mode of hirudin.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Behandelt werden natürliche und synthetische Thrombininhibitoren, die an mehreren Bindungsstellen angreifen und deren Struktur detailliert aufgeklärt ist. Die wirksamsten Thrombininhibitoren stammen aus den Speicheldrüsen von Blutegeln und kreuzreagieren kaum mit anderen Serinproteasen. Kristallstrukturen der Inhibitoren im Komplex mit Thrombin lieferten umfangreiche Informationen zu Struktur-Wirkungs-Beziehungen. Vorgestellt wird zudem der eigene Ansatz zur Entwicklung der Hirunorms, einer neuen Klasse synthetischer, auf mehrere Bindungsstellen gerichteter Thrombininhibitoren, die die charakteristische Bindungsweise von Hirudin nachahmen sollen.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese Arbeit gibt einen Überblick über natürliche und synthetische Multisite-Thrombininhibitoren, deren strukturelle Aspekte detailliert bestimmt wurden, und stellt fest, dass die aktivsten Thrombininhibitoren diejenigen sind, die von den Speicheldrüsen von Blutegeln sezerniert werden. Die Autoren erörtern, wie detaillierte strukturelle Informationen aus Kristallstrukturen dieser natürlichen Inhibitoren im Komplex mit Thrombin die Grundlage für die Entwicklung neuer synthetischer Wirkstoffe liefern, und berichten über ihren eigenen Ansatz zum Design einer neuen Klasse synthetischer, multisite-gerichteter Thrombininhibitoren, sogenannter Hirunorms, die entwickelt wurden, um die charakteristische Bindungsweise von Hirudin nachzuahmen. Das Abstract benennt die Sekrete der Speicheldrüsen von Blutegeln als Quelle der wirksamsten natürlichen Thrombininhibitoren und verwendet Hirudin als Strukturmodell für das Wirkstoffdesign. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf molekularem Design und Strukturpharmakologie.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Lombardi A, De Simone G, Galdiero S, Staiano N, Nastri F, Pavone V. From natural to synthetic multisite thrombin inhibitors. Biopolymers. 1999;51(1):19-39. doi:10.1002/(SICI)1097-0282(1999)51:1<19::AID-BIP4>3.0.CO;2-G. PMID: 10380350
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
Verwandter klinischer Kontext
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026