Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Kutanes Pseudolymphom nach Hirudotherapie: Fallbericht und Übersicht

Cutaneous pseudolymphoma after hirudotherapy : Case report and review

Fallbericht und Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Der Hautarzt; Zeitschrift fur Dermatologie, Venerologie, und verwandte Gebiete (2022)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturGenomik & ProteomikHanner S et al. · Der Hautarzt; Zeitschrift fur Dermatologie, Venerologie, und verwandte Gebiete, 2022

Abstract

The term cutaneous pseudolymphoma (C-PSL) is defined in the literature as a benign, reactive lymphoproliferation that clinically and/or histopathologically imitates cutaneous lymphoma. The exact etiopathogenesis has not been fully elucidated to date. A distinction is made between primary, idiopathic PSL without an identifiable cause and secondary PSL with a known stimulus. We report the occurrence of pseudolymphoma after treatment with medicinal leeches (hirudotherapy). To the best of our knowledge, a total of only nine cases of cutaneous PSL after hirudotherapy have been reported in the literature to date. Unter dem Begriff Pseudolymphom (PSL) versteht man eine benigne, reaktive Lymphoproliferation der Haut, die klinisch und/oder histologisch ein malignes Lymphom simulieren kann. Die genaue Ätiopathogenese ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Man unterscheidet die primären, idiopathischen PSL ohne erkennbare Ursache von den sekundären PSL mit bekanntem Stimulus. Wir berichten über das Auftreten von Pseudolymphomen nach einer Behandlung mit medizinischen Blutegeln (Hirudotherapie). Bisher wurden nach bestem Wissen und Gewissen insgesamt nur 9 Fälle von kutanen PSL nach Hirudotherapie in der Literatur beschrieben.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeHumansLymphoma, Non-HodgkinPseudolymphomaSkin Neoplasms

Zusammenfassung

Fallbericht und Literaturübersicht zum kutanen Pseudolymphom, einer benignen reaktiven Lymphoproliferation, die klinisch und/oder histopathologisch ein kutanes Lymphom imitiert; ihre Ätiopathogenese ist bislang nicht vollständig geklärt. Unterschieden werden primäre idiopathische Formen ohne erkennbare Ursache und sekundäre Formen mit bekanntem Stimulus. Die Autoren beschreiben ein Pseudolymphom nach Behandlung mit medizinischen Blutegeln (Hirudotherapie). Nach ihrer Kenntnis wurden bislang insgesamt nur neun Fälle kutaner Pseudolymphome nach Hirudotherapie in der Literatur mitgeteilt.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht dokumentiert das Auftreten eines kutanen Pseudolymphoms – definiert als eine benigne, reaktive Lymphoproliferation, die klinisch und histologisch ein kutanes Lymphom imitieren kann – nach Behandlung mit medizinischen Blutegeln (Hirudotherapie). Die Autoren merken an, dass in der Literatur bislang nur neun derartige Fälle beschrieben wurden. Er dokumentiert eine seltene, aber anerkannte kutane unerwünschte Reaktion auf die Blutegeltherapie und unterstreicht die Notwendigkeit, dass Praktiker sich ungewöhnlicher entzündlicher oder immunvermittelter Reaktionen auf Bestandteile des Blutegelspeichels bewusst sind und Pseudolymphom in die Differenzialdiagnose von Hautläsionen nach der Behandlung einbeziehen. Als einzelner Fallbericht mit narrativer Übersicht kann er weder Inzidenz, Kausalität noch Risikofaktoren für ein Pseudolymphom nach Hirudotherapie belegen, und sein primärer Wert liegt im Sicherheitssignal und nicht in Evidenz für Häufigkeit oder Mechanismus.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Hanner S, Stroh H, Enk A, Hoffmann J. [Cutaneous pseudolymphoma after hirudotherapy : Case report and review]. Hautarzt. 2022;73(2):152-155. doi:10.1007/s00105-021-04812-6. PMID: 33884433

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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