Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Die Phagozytose lebender und toter Escherichia coli und Staphylococcus aureus in menschlichem Vollblut wird durch die kombinierte Hemmung von C5aR1 und CD14 deutlich vermindert

Phagocytosis of live and dead Escherichia coli and Staphylococcus aureus in human whole blood is markedly reduced by combined inhibition of C5aR1 and CD14

Ex-vivo-Studie in der Zeitschrift Mol Immunol (2019)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungSkjeflo EW et al. · Molecular immunology, 2019

Abstract

BACKGROUND: Sepsis is a dysregulated host response to infection. The aim of this study was to investigate the effects of complement- and CD14 inhibition on phagocytosis of live and dead Gram-negative and Gram-positive bacteria in human whole blood. METHODS: Lepirudin-anticoagulated blood was incubated with live or dead E. coli or S. aureus at 37 °C for 120 min with or without the C5aR1 antagonist PMX53 and/or anti-CD14. Granulocyte and monocyte phagocytosis were measured by flow cytometry, and five plasma cytokines by multiplex, yielding a total of 28 mediators of inflammation tested for. RESULTS: 16/28 conditions were reduced by PMX53, 7/28 by anti-CD14, and 24/28 by combined PMX53 and CD14 inhibition. The effect of complement inhibition was quantitatively more pronounced, in particular for the responses to S. aureus. The effect of anti-CD14 was modest, except for a marked reduction in INF-β. The responses to live and dead S. aureus were equally inhibited, whereas the responses to live E. coli were inhibited less than those to dead E. coli. CONCLUSION: C5aR1 inhibited phagocytosis-induced inflammation by live and dead E. coli and S. aureus. CD14 blockade potentiated the effect of C5aR1 blockade, thus attenuating inflammation.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeComplement ActivationComplement System ProteinsCytokinesEscherichia coliEscherichia coli InfectionsGranulocytesHumansInflammationInterferon-betaLipopolysaccharide ReceptorsMonocytesPeptides, CyclicPhagocytosisReceptor, Anaphylatoxin C5aSepsisStaphylococcal InfectionsStaphylococcus aureus

Zusammenfassung

Mit Lepirudin antikoaguliertes Vollblut wurde 120 min bei 37 °C mit lebenden oder toten E. coli oder S. aureus inkubiert, jeweils mit oder ohne den C5aR1-Antagonisten PMX53 und/oder Anti-CD14; gemessen wurden Granulozyten- und Monozytenphagozytose sowie fünf Zytokine (insgesamt 28 Entzündungsmediatoren). PMX53 verminderte 16/28 Bedingungen, Anti-CD14 7/28, die Kombination 24/28; die Komplementhemmung wirkte stärker, besonders bei S. aureus. Anti-CD14 war schwächer wirksam, reduzierte aber INF-β deutlich. Nach Autorenangaben hemmt die C5aR1-Blockade die phagozytoseinduzierte Inflammation, die CD14-Blockade verstärkt diesen Effekt.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie untersuchte, wie die kombinierte Inhibition des Komplementrezeptors C5aR1 (mittels PMX53) und von CD14 die Phagozytose von lebenden und toten E. coli sowie S. aureus in humanem, mit Lepirudin antikoaguliertem Vollblut beeinflusst. Die C5aR1-Blockade reduzierte die Entzündung in 16 von 28 getesteten Bedingungen, während die kombinierte C5aR1- und CD14-Inhibition 24 von 28 Bedingungen reduzierte; dabei zeigte die Komplementinhibition einen quantitativ stärker ausgeprägten Effekt, insbesondere für S.-aureus-Antworten. Das Abstract erwähnt Lepirudin ausschließlich als jenes Antikoagulans, welches das Vollblutmodell ermöglicht, und liefert keinerlei Informationen zur Blutegelbiologie, zu aus Blutegeln stammenden Substanzen oder zur Hirudotherapie. Der Abstract stellt keine Verbindung zur Hirudotherapie oder zum Blutegelsekretom her; die Studie konzentriert sich auf Komplement- und angeborene Immunmodulation. Lepirudin ist ein rekombinantes Derivat von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Greinacher, 2004); diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Skjeflo EW, Christiansen D, Landsem A, Stenvik J, Woodruff TM, Espevik T, et al. Phagocytosis of live and dead Escherichia coli and Staphylococcus aureus in human whole blood is markedly reduced by combined inhibition of C5aR1 and CD14. Mol Immunol. 2019;112:131-139. doi:10.1016/j.molimm.2019.03.014. PMID: 31102985

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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