Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Serotonergic modulation of the feeding behavior of the medicinal leech

Neurobiology study published in Brain Research Bulletin (1985)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Präklinisch (tierexperimentell)Genomik & ProteomikLent CM · Brain Research Bulletin, 1985

Abstract

Hungry medicinal leeches, Hirudo medicinalis, bite warm surfaces and ingest blood meals averaging 890% of their weight. Satiation lasts 12-18 months during which leeches avoid warm surfaces and will not bite. The segmental nervous system of the leech is distinguished by a population of neurons which contain serotonin (5-Hydroxytryptamine, 5-HT) at high concentrations. Some of these identified 5-HT neurons directly activate the effectors responsible for three physiological components of feeding: salivary secretion, bite-like movements and pharyngeal peristalsis. A localized warming of the lip is sufficient to initiate ingestion and synaptically excites anterior 5-HT cells into high frequency impulses or bursts. Distension of the body wall terminates ingestion and also hyperpolarizes these 5-HT neurons. Serotonin treatment produces hyperphagic behavior by the leech, while a specific pharmacological lesion of its 5-HT cell produces the anorexic behavior of satiation. This anorexia is transiently reversed by 5-HT treatment. Serotonin plays an obligatory role in the initiation and expression of leech feeding behavior by its differential modulation of central neuronal networks and peripheral glands and muscles.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, U.S. Gov't, P.H.S.
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsElectrophysiologyFeeding BehaviorGangliaHistocytochemistryLeechesMouthNeuronsPhysical StimulationSerotoninTemperatureTime Factors

Zusammenfassung

In hungry Hirudo medicinalis, serotonergic neurons directly activate salivary secretion, bite-like movements, and pharyngeal peristalsis during feeding. Serotonin treatment induces hyperphagia, while pharmacological lesion of 5-HT cells causes satiation-related anorexia that is only transiently reversed by serotonin treatment.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie untersuchte die Rolle von Serotonin bei der Nahrungsaufnahme von Hirudo medicinalis, wobei hungrige Blutegel warme Oberflächen beißen und Blutmahlzeiten aufnehmen, die im Durchschnitt 890 % ihres Körpergewichts entsprechen. Identifizierte serotonerge Neuronen aktivierten Berichten zufolge direkt die Speichelsekretion, beißähnliche Bewegungen und pharyngeale Peristaltik; lokale Lippen­erwärmung erregte diese Neuronen, Körperwanddehnung hemmte sie, Serotoninbehandlung erzeugte Hyperphagie, und pharmakologische Läsionierung von 5-HT-Zellen erzeugte Anorexie, die durch Serotonin transient umgekehrt wurde. Das Abstract behandelt die Speichelsekretion ausschließlich als nahrungsaufnahme­bezogenen physiologischen Prozess und identifiziert weder Speichelkomponenten noch therapeutische Wirkungen. Einschränkung: Hierbei handelt es sich um grundlegende Neuropharmakologie in einem wirbellosen Modell ohne klinische Daten; die Relevanz für die Hirudotherapie beschränkt sich auf die grundlegende Biologie der Nahrungsaufnahmekontrolle.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Lent CM. Serotonergic modulation of the feeding behavior of the medicinal leech. Brain Res Bull. 1985;14(6):643-655. doi:10.1016/0361-9230(85)90114-5. PMID: 4027701

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Erfahren Sie, wie diese Forschung mit der klinischen Praxis verknüpft ist

Verwandte Forschungsarbeiten

Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Genomik & Proteomik“.

Alle von der ASH analysierten Studien →

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.