Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Zeit, die potenzielle Rolle der Speichelproteine des Blutegels in der Medizin neu zu bedenken: Typ-II-Kounis-Syndrom ausgelöst durch einen Blutegelbiss

Time to reconsidering the potential role of leech salivary proteins in medicine: Type-II Kounis syndrome triggered by leech bite

Fallbericht in der Zeitschrift Pakistan Journal of Medical Sciences (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtSicherheit & InfektionskontrolleKlinische LiteraturTas S et al. · Pakistan journal of medical sciences, 2025

Abstract

Kounis syndrome also known as allergic myocardial infarction, represents the simultaneous occurrence of acute coronary syndromes with allergic or hypersensitivity reactions. We present a case of a 58-years-old male who developed anaphylaxis following a leech bite, leading to myocardial infarction despite the absence of prior allergic history. He was entubated and cardiopulmonary resusciation had been performed for 10 minutes. The patient was successfully resuscitated and Intravenous antihistamine, prednisolone and adrenaline were given. The patient was stabilized and transferred to the intensive care unit and coronary angiography was performed, which revealed a 90% stenosis in the circumflex coronary artery. A stent was successfully implanted in the affected artery. This report emphasizes the complexity of diagnosing and managing Type-II Kounis syndrome and highlights the need for increased clinical awareness.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article

Zusammenfassung

Vorgestellt wird ein 58-jähriger Mann ohne bekannte Allergievorgeschichte, der nach einem Blutegelbiss eine Anaphylaxie mit Myokardinfarkt erlitt – eine Typ-II-Manifestation des Kounis-Syndroms, das akute Koronarsyndrome mit allergischen Reaktionen verbindet. Nach Intubation und 10 Minuten kardiopulmonaler Reanimation sowie intravenösem Antihistaminikum, Prednisolon und Adrenalin stabilisierte er sich. Die Koronarangiografie zeigte eine 90%ige Stenose des Ramus circumflexus, in die erfolgreich ein Stent implantiert wurde. Der Bericht betont die Komplexität von Diagnostik und Behandlung und mahnt größere klinische Wachsamkeit an.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt einen 58-jährigen Mann, der nach einem Blutegelbiss eine Anaphylaxie und einen Myokardinfarkt (Kounis-Syndrom Typ II) entwickelte, obwohl keine anamnestische Allergie bestand. Der Patient musste intubiert und 10 Minuten kardiopulmonal reanimiert werden, wurde mit intravenösem Antihistaminikum, Prednisolon und Adrenalin behandelt und unterzog sich einer Koronarangiographie, die eine 90%ige Stenose im Ramus circumflexus zeigte, welche erfolgreich mittels Stent versorgt wurde. Für die Hirudotherapie dokumentiert dieser Bericht eine schwere kardiovaskuläre Komplikation, die zeitlich mit einer Blutegelexposition assoziiert ist. Die Evidenz ist jedoch auf einen einzelnen Fallbericht ohne Kontrollgruppe oder systematische Inzidenzerfassung begrenzt, und der zugrundeliegende Mechanismus wird nicht untersucht.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Tas S, Yildiz BS, Ersin A, Tas U. Time to reconsidering the potential role of leech salivary proteins in medicine: Type-II Kounis syndrome triggered by leech bite. Pak J Med Sci. 2025;41(1):341-343. doi:10.12669/pjms.41.1.10565. PMID: 39867760

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Verwandte Forschungsarbeiten

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.