Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Kounis-Syndrom infolge Hirudotherapie (Blutegeltherapie) in der Notaufnahme; ein Fallbericht

Kounis syndrome due to hirudotherapy (leech therapy) in emergency department; a case report

Fallbericht in der Zeitschrift Turkish journal of emergency medicine (2018)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtSicherheit & InfektionskontrolleKlinische LiteraturÇakmak T et al. · Turkish journal of emergency medicine, 2018

Abstract

Kounis Syndrome is the development of acute coronary syndrome (ACS) because of allergic reactions; allergens, such as foods, insect venom, iodine contrast agent or drugs can cause this syndrome. Hirudotherapy (leech therapy) is increasingly used as a useful therapeutic option in a variety of medical and surgical procedures, and potential complications related to this therapy include Aeromonas species infections, bleeding, anemia and allergic reactions. Here, we present a patient diagnosed as Type 1 Kounis Syndrome after using hirudotherapy for her knee aches. 41-year-old woman admitted to emergency department with sudden onset of face edema, shortness of breath and chest pain complaints and diagnosed as an allergic reaction and anaphylaxis due to leech therapy. Kounis Syndrome should be considered in acute coronary syndrome patients who were admitted to emergency department with anaphylaxis clinic.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article

Zusammenfassung

Eine 41-jährige Frau stellte sich mit plötzlichem Gesichtsödem, Atemnot und Thoraxschmerzen in der Notaufnahme vor; sie hatte sich wegen Knieschmerzen einer Hirudotherapie unterzogen und erhielt die Diagnosen einer anaphylaktischen Reaktion auf die Blutegeltherapie und eines Typ-1-Kounis-Syndroms. Das Kounis-Syndrom bezeichnet ein akutes Koronarsyndrom infolge allergischer Reaktionen, etwa auf Nahrungsmittel, Insektengifte, jodhaltige Kontrastmittel oder Arzneimittel. Als mögliche Komplikationen der Hirudotherapie nennen die Autoren Aeromonas-Infektionen, Blutungen, Anämie und allergische Reaktionen; das Kounis-Syndrom sei bei akutem Koronarsyndrom und Anaphylaxie in Erwägung zu ziehen.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt eine 41-jährige Frau, bei der sich ein Kounis-Syndrom Typ 1 — ein akutes Koronarsyndrom als Folge einer allergischen Reaktion — im Anschluss an eine Hirudotherapie bei Knieschmerzen entwickelte, mit Gesichtsödem, Dyspnoe und Brustschmerz im Sinne einer Anaphylaxie. Allergische Reaktionen gelten als anerkannte Komplikation der Blutegeltherapie, und dieser Fall verdeutlicht, dass solche Reaktionen zumindest selten akute kardiovaskuläre Ereignisse auslösen können. Als einzelner Fallbericht liefert er keine quantitativen Daten zur Inzidenz, zu Risikofaktoren oder zu Outcomes über diesen einen Patienten hinaus und kann weder die Häufigkeit noch die Vorhersagbarkeit des Kounis-Syndroms in der breiteren Population, die eine Blutegeltherapie erhält, feststellen.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Çakmak T, Çaltekin İ, Gökçen E, Savrun A, Yaşar E. Kounis syndrome due to hirudotherapy (leech therapy) in emergency department; a case report. Turk J Emerg Med. 2018;18(2):85-87. doi:10.1016/j.tjem.2017.12.005. PMID: 29922739

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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