Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Einsatz von Heparin- versus Lepirudin-Spülungen zur Verhinderung von Aspirationsokklusionen zentralvenöser Zugangssysteme

Use of heparin versus lepirudin flushes to prevent withdrawal occlusion of central venous access devices

Randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie in der Zeitschrift Pharmacotherapy (2006)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Randomisierte kontrollierte StudieArzneimittelentwicklungHorne MK et al. · Pharmacotherapy, 2006

Abstract

STUDY OBJECTIVE: To determine whether lepirudin flushes are more effective than heparinized saline in preventing withdrawal occlusion of central venous access devices. DESIGN: Randomized, double-blind clinical trial. SETTING: Research institution-tertiary referral center. PATIENTS: Forty-nine adults undergoing bone marrow transplantation for hematologic malignancies or metastatic solid tumors. INTERVENTION: Twenty-four patients received heparin and 25 received lepirudin flushes. The heparin dose was 3 ml of porcine heparin 100 U/ml (300 U) per catheter lumen at least once/day; the lepirudin dose was 3 ml of lepirudin 100 microg/ml (300 microg) per catheter lumen at least once/day. After 3-4 weeks, all 49 patients received the heparin flushes. MEASUREMENTS AND MAIN RESULTS: Efficacy was assessed by the frequency with which the patients were treated with alteplase instillations for withdrawal occlusion of their central venous access devices during the first 4 months of catheterization. Three (12.5%) patients treated with heparin alone and five (20%) treated initially with lepirudin required alteplase instillations for an estimated relative risk with lepirudin versus heparin of 1.6 (95% confidence interval [CI] 0.40-13.86, p=0.70). CONCLUSION: Lepirudin was not more effective than heparin, which may have been related to the conservative dose of lepirudin administered. However, higher lepirudin doses are likely to incur an unacceptable risk of systemic anticoagulation.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypComparative StudyJournal ArticleRandomized Controlled TrialResearch Support, N.I.H., Intramural
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsBone Marrow TransplantationCatheterization, Central VenousDouble-Blind MethodFemaleFibrinolytic AgentsHeparinHirudinsHumansMaleMiddle AgedRecombinant Proteins

Zusammenfassung

In einer randomisierten Doppelblindstudie an 49 Erwachsenen mit Knochenmarktransplantation wurden Lepirudin- (3 ml à 100 µg/ml) und Heparin-Spülungen (3 ml à 100 U/ml) pro Katheterlumen verglichen. Innerhalb von vier Monaten benötigten 3/24 Patienten (12,5 %) unter Heparin und 5/25 (20 %) unter Lepirudin Alteplase-Instillationen (RR 1,6; 95-%-KI 0,40–13,86; p = 0,70). Die Autoren schlussfolgern, dass Lepirudin nicht wirksamer war; möglicherweise lag dies an der konservativen Dosis, deren Steigerung wahrscheinlich ein inakzeptables systemisches Antikoagulationsrisiko bergen würde.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Was in der Studie untersucht wurde: Diese randomisierte, doppelblinde Studie mit 49 Erwachsenen, die sich einer Knochenmarktransplantation unterzogen, verglich Spülungen mit lepirudin gegenüber heparinisierter Kochsalzlösung zur Vorbeugung einer Abzugsokklusion zentralvenöser Zugangssysteme und maß, wie häufig alteplase benötigt wurde; eine Okklusion, die alteplase erforderte, trat bei 3 von 24 heparin-Patienten (12,5%) und bei 5 von 25 lepirudin-Patienten (20%) auf, ein nicht signifikanter Unterschied (relatives Risiko 1,6, 95%-KI 0,40–13,86, p=0,70). Warum es für die Geschichte des Blutegel-Sekretoms von Bedeutung ist: lepirudin ist rekombinantes hirudin, der direkte Thrombininhibitor des medizinischen Blutegels, sodass dies eine direkte Humanstudie eines vom Blutegel abgeleiteten Moleküls ist, und die Autoren weisen darauf hin, dass höhere lepirudin-Dosen das Risiko einer inakzeptablen systemischen Antikoagulation bergen würden. Einschränkung: Dies ist eine einzelne kleine randomisierte Studie, die feststellte, dass lepirudin heparin nicht überlegen war (die Autoren führen dies teilweise auf die konservative lepirudin-Dosis zurück), sodass sie vorläufig ist und keine Rolle des vom Blutegel abgeleiteten Wirkstoffs für die Katheterspülung belegt.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Use of heparin versus lepirudin flushes to prevent withdrawal occlusion of central venous access devices

Horne MK et al. · Pharmacotherapy, 2006

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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