Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Heparin-induced thrombocytopenia in intensive care patients

Review published in Seminars in thrombosis and hemostasis (2008)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische StudienSelleng K et al. · Seminars in thrombosis and hemostasis, 2008

Abstract

Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is a serious, prothrombotic, immune-mediated complication of heparin therapy that can cause limb- and life-threatening thromboembolic events. Prompt diagnosis and therapeutic dose anticoagulation by an alternative anticoagulant are crucial to improve clinical outcome. In critically ill patients, the diagnosis of HIT is difficult due to the high incidence of thrombocytopenia, often caused by reasons other than HIT, and the high incidence of clinically irrelevant, non-platelet-activating anti-PF4-heparin antibodies. Also, treatment of HIT is problematic in these patients. No antidote is available for any of the alternative anticoagulants, and their half-lives are often prolonged in the presence of renal or hepatic insufficiency. This increases the risk of bleeding complications and mandates careful balancing of both risks, thrombosis and bleeding. Therefore, accurate diagnosis of HIT and individual choice of alternative anticoagulant are important for the adequate management of critically ill HIT patients.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsCritical CareCritical IllnessHemorrhageHeparinHumansPlatelet Aggregation InhibitorsPlatelet CountRisk FactorsThrombocytopeniaThrombosis

Zusammenfassung

This review addresses diagnostic and therapeutic challenges of heparin-induced thrombocytopenia in ICU patients, noting frequent confounding thrombocytopenia and non-pathogenic anti-PF4-heparin antibodies, and the bleeding risks of alternative anticoagulants in renal or hepatic insufficiency.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersichtsarbeit untersucht die heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) bei Intensivpatienten und beschreibt sie als eine schwerwiegende, prothrombotische, immunvermittelte Komplikation von heparin, bei der eine rasche Diagnose und der Wechsel auf ein alternatives (Nicht-heparin-)Antikoagulans entscheidend sind, wobei angemerkt wird, dass die Diagnose bei kritisch Kranken schwierig ist und dass für die alternativen Wirkstoffe kein Antidot existiert. Die Relevanz für die Hirudotherapie ist konzeptioneller und historischer Art: HIT ist die klassische klinische Situation, in der heparin zugunsten eines direkten Thrombininhibitors aufgegeben werden muss, und rekombinantes hirudin, gewonnen aus dem Sekretom des medizinischen Blutegels (lepirudin), war eines der frühen Nicht-heparin-Antikoagulanzien, die genau für diese Nische entwickelt wurden, was verdeutlicht, wie die Biochemie des Blutegels eine klinische Wirkstoffklasse hervorbrachte. Als Vorbehalt: Das Abstract betrifft das Management einer Heparin-Arzneimittelreaktion und die konventionellen alternativen Antikoagulanzien; es untersucht oder befürwortet keine Therapie mit medizinischen Blutegeln, und als Übersichtsarbeit fasst es die Erkenntnisse anderer zusammen, statt neue Daten vorzulegen.

Zitation

Heparin-induced thrombocytopenia in intensive care patients.

Selleng K et al. · Seminars in thrombosis and hemostasis, 2008

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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