Desirudin (Revasc) zur Vorbeugung thromboembolischer Komplikationen nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperation
Desirudin (Revasc) to prevent thromboembolic complications after hip or knee replacement surgery
Retrospektive Fallserie in der Zeitschrift Therapie (2002)
Abstract
Since March 1999, desirudin (REVASC), a recombinant hirudin, has been used in Nancy to treat patients who undergo total hip or knee replacement with a high risk of thromboembolic complications. We carried out a retrospective study using clinical data on the first 15 consecutive patients treated with desirudin to find out prescription motivations, type of shift (indirect anticoagulants or low-molecular-weight-heparin) and evolution. They all had a high risk of deep vein thrombosis (thrombophily, obesity, history of thromboembolic events). Some of this patients would have been excluded of the studies which permitted desirudin to be approved. In this study, we found no thromboembolic complications. The only striking facts are one bleeding complication (after difficult surgery) and one pulmonary embolism (2 months later).
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Seit März 1999 wird in Nancy Desirudin (Revasc) bei Patienten mit hohem thromboembolischem Risiko nach Hüft- oder Knie-Totalersatz eingesetzt. Retrospektiv wurden die ersten 15 konsekutiven Patienten hinsichtlich Verordnungsmotivation, Art des Wechsels (indirekte Antikoagulanzien oder niedermolekulares Heparin) und Verlauf analysiert; alle wiesen ein hohes Risiko tiefer Venenthrombosen auf (Thrombophilie, Adipositas, Thromboembolie-Anamnese), manche wären von den Zulassungsstudien ausgeschlossen gewesen. Es traten keine thromboembolischen Komplikationen auf; zu vermerken sind eine Blutungskomplikation nach schwieriger Operation und eine Lungenembolie zwei Monate später.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese retrospektive Studie untersuchte die ersten 15 aufeinanderfolgenden Hochrisikopatienten, die mit Desirudin behandelt wurden – im Abstract als rekombinantes Hirudin bezeichnet – zur Prävention thromboembolischer Komplikationen nach totalem Hüft- oder Kniegelenkersatz. Die Studie fand keine unmittelbaren thromboembolischen Komplikationen, stellte jedoch eine Blutungskomplikation nach einem schwierigen operativen Eingriff sowie eine verzögerte Lungenembolie zwei Monate später fest. Das Abstract beschreibt Desirudin als rekombinantes Produkt und erwähnt weder Blutegel, Blutegelspeichel noch Hirudotherapie. Die Studie ist zudem durch ihre sehr geringe Stichprobengröße von 15 Patienten limitiert, was definitive Schlussfolgerungen zu Sicherheit oder Wirksamkeit ausschließt. Desirudin ist ein rekombinantes Hirudin-Derivat (Graetz et al., 2011); Hirudin ist das Antikoagulans des medizinischen Blutegels. Diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.
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Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Heiz-Valle C, de Maistre E, Commun N, Heck M, Lecompte T, Hoffman M. Desirudin (Revasc) to prevent thromboembolic complications after hip or knee replacement surgery. Therapie. 2002;57(1):34-38. PMID: 12090145
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026