Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Freie Lappenrekonstruktion im Kopf-Hals-Bereich bei Patienten mit vorbestehenden Koagulopathien: eine Fallserie

Head and Neck Free-Flap Reconstruction in Patients With Pre-Existing Coagulopathies: A Case Series

Retrospektive Fallserie in der Zeitschrift Ear, nose, & throat journal (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische StudienLongfellow et al. · Ear, nose, & throat journal, 2025

Abstract

Patients with inherited coagulopathies-including thrombophilias-undergoing microvascular reconstruction face elevated thrombotic risk, yet optimal perioperative strategies remain undefined. This retrospective case series evaluates perioperative outcomes in patients with confirmed inherited coagulopathies who underwent head and neck free flap reconstruction at a single tertiary academic center between April 2014 and October 2024. Fifteen patients met the inclusion criteria (53.3% female; median age 59 years). The most common coagulopathies were sickle cell trait (40.0%) and Factor V Leiden (26.7%). All patients received preoperative anticoagulation: 60.0% received subcutaneous (SC) unfractionated heparin (UFH), 33.3% enoxaparin, and 6.7% fondaparinux. Intraoperative anticoagulation was used in 20.0% of cases, primarily enoxaparin. Postoperative anticoagulation included SC UFH or low-molecular-weight heparin in 86.7% of patients, with 33.3% also receiving aspirin and 20.0% transitioning to direct oral anticoagulants. Two patients (13.3%) experienced flap loss due to thrombosis; neither received intraoperative anticoagulation. No major bleeding events occurred. Transfusions were required in 40.0% postoperatively and 20.0% intraoperatively. These findings underscore the need for targeted screening, multidisciplinary coordination, and individualized anticoagulation regimens to mitigate thrombotic complications in this high-risk population. Further prospective studies are warranted to develop standardized perioperative protocols and optimize microsurgical outcomes in patients with inherited coagulopathies, including hypercoagulable states.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article

Zusammenfassung

Die retrospektive Fallserie eines tertiären Zentrums (April 2014 bis Oktober 2024) umfasste 15 Patienten mit bestätigten erblichen Koagulopathien, die eine freie Lappenrekonstruktion im Kopf-Hals-Bereich erhielten (53,3 % Frauen; Medianalter 59 Jahre); am häufigsten waren Sichelzellmerkmal (40,0 %) und Faktor-V-Leiden (26,7 %). Zwei Patienten (13,3 %) erlitten einen thrombosebedingten Lappenverlust, bei beiden war intraoperativ nicht antikoaguliert worden; schwere Blutungen traten nicht auf. Die Autoren betonen die Notwendigkeit gezielten Screenings, interdisziplinärer Abstimmung und individualisierter Antikoagulation und fordern prospektive Studien.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese monozentrische retrospektive Fallserie von 15 Patienten mit Kopf-Hals-Rekonstruktion mittels freiem Lappen und bestätigten erblichen Koagulopathien (am häufigsten Sichelzell-Trait und Factor V Leiden) stellte fest, dass alle eine präoperative Antikoagulation erhielten, dass 2 von 15 (13,3%) einen Lappenverlust durch Thrombose erlitten (keiner von ihnen hatte eine intraoperative Antikoagulation erhalten) und dass keine schweren Blutungen auftraten, was die Autoren dazu veranlasste, eine individualisierte Antikoagulation und multidisziplinäre Koordination zu fordern. Dies ist unmittelbar relevant für die klinische Welt, in der medizinische Blutegel eingesetzt werden, da das Überleben eines freien Lappens vom venösen Abfluss abhängt und Thrombose die vorherrschende Form des Lappenversagens ist – dasselbe Problem, zu dessen Linderung die Blutegeltherapie als Rettungsmaßnahme bei venöser Stauung eingesetzt wird. Als kleine retrospektive Serie von 15 Patienten ohne Blutegeltherapie-Arm dokumentiert sie eher das thrombotische Hochrisiko-Setting, als dass sie die Hirudotherapie prüft, und ihre Ergebnisse zur Antikoagulationsstrategie sind lediglich hypothesengenerierend.

Zitation

Head and Neck Free-Flap Reconstruction in Patients With Pre-Existing Coagulopathies: A Case Series.

Longfellow et al. · Ear, nose, & throat journal, 2025

Verwandter klinischer Kontext

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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