Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Rolle von Bivalirudin zur Antikoagulation in der perioperativen kardiothorakalen Praxis bei Erwachsenen

Role of bivalirudin for anticoagulation in adult perioperative cardiothoracic practice

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Journal of Cardiothoracic and Vascular Anesthesia (2019)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungErdoes G et al. · Journal of cardiothoracic and vascular anesthesia, 2020

Abstract

Bivalirudin, a direct thrombin inhibitor with a fast onset of action and short half-life, is often referred to as an alternative anticoagulant to a heparin/protamine regimen. Bivalirudin demonstrated promising results as an anticoagulant in cardiac surgery with and without cardiopulmonary bypass, postcardiotomy extracorporeal membrane oxygenation, interventional cardiology and endovascular procedures, and particularly in the treatment of patients with heparin-induced thrombocytopenia undergoing high-risk cardiac surgery. Currently, bivalirudin in cardiac surgery with cardiopulmonary bypass has a limited clinical spectrum, likely because the still obvious advantages of its competitor, heparin, outweigh it in terms of medical costs, established point-of-care monitoring systems, and availability of protamine as a reversal agent. The unique pharmacology of the drug also requires adjustment of surgical and perfusion strategy. In contrast, in off-pump coronary artery surgery, established protocols from interventional cardiology can be easily translated into the operating room. In this setting bivalirudin has the potential for a more important role in the future. Through a triple mechanism of action-inhibition of plasma thrombin, clot bound thrombin, and collagen-induced platelet activation-bivalirudin may perform better than heparin by attenuating the immediate postoperative prothrombotic state and thus positively impacting the early coronary graft patency after off-pump coronary artery bypass grafting. Further studies are necessary to better evaluate this niche field and discover further applications for this unique anticoagulant.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAdultAnticoagulantsHeparinHirudin TherapyHirudinsHumansPeptide FragmentsRecombinant Proteins

Zusammenfassung

Die Übersichtsarbeit erörtert Bivalirudin, einen direkten Thrombininhibitor mit schnellem Wirkungseintritt und kurzer Halbwertszeit, als Alternative zu Heparin/Protamin in der Herzchirurgie mit und ohne kardiopulmonalen Bypass, bei Postkardiotomie-ECMO, interventioneller Kardiologie, endovaskulären Eingriffen und besonders bei Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie. In der Herzchirurgie mit Bypass ist das klinische Spektrum derzeit begrenzt, wohl weil Heparin bei Kosten, etablierter Point-of-Care-Überwachung und Protamin-Verfügbarkeit Vorteile behält. Die Autoren sehen künftig potenziell eine wichtigere Rolle in der Off-Pump-Koronarchirurgie und halten weitere Studien für nötig.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Übersichtsarbeit untersucht Bivalirudin, einen direkten Thrombininhibitor mit schnellem Wirkungseintritt und kurzer Halbwertszeit, als alternatives Antikoagulans zu Heparin/Protamin in der perioperativen kardiochirurgischen Praxis bei Erwachsenen, einschließlich Herzchirurgie mit und ohne Herz-Lungen-Maschine, Postkardiotomie-ECMO, interventioneller Kardiologie und Heparin-induzierter Thrombozytopenie. Das Abstract erörtert Bivalirudins dreifachen Wirkmechanismus – Hemmung von Plasmathrombin, gerinnselgebundenem Thrombin und Kollagen-induzierter Thrombozytenaktivierung – sowie dessen potenzielle Vorteile bei koronarer Bypasschirurgie ohne Herz-Lungen-Maschine. Der Artikel berichtet keine neuen Primärdaten und konzentriert sich auf die chirurgischen Anwendungen eines pharmazeutischen Wirkstoffs. Bivalirudin (ehemals Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels, entwickelt wurde (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Erdoes G, Ortmann E, Martinez Lopez De Arroyabe B, Reid C, Koster A. Role of bivalirudin for anticoagulation in adult perioperative cardiothoracic practice. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2020;34(8):2207-2214. doi:10.1053/j.jvca.2019.08.022. PMID: 31521492

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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