Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von Real-World-Studien zur Bewertung von Rivaroxaban bei krebsassoziierter venöser Thrombose

Systematic Review and Meta-Analysis of Real-World Studies Evaluating Rivaroxaban for Cancer-Associated Venous Thrombosis

Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse in der Zeitschrift Pharmacotherapy (2018)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: MetaanalyseArzneimittelentwicklungMartinez et al. · Pharmacotherapy, 2018

Abstract

INTRODUCTION: While not designated as guideline-recommended first-line anticoagulation therapy, about one in five patients in the United States receive rivaroxaban for the treatment of cancer-associated venous thrombosis (CAT). METHODS: A systematic review and meta-analysis were performed to evaluate the incidences of recurrent venous thromboembolism (VTE), major bleeding, and all-cause mortality in rivaroxaban patients treated for CAT in routine practice. Literature searches of MEDLINE and SCOPUS were performed through September 2017 to identify real-world studies of ≥ 20 patients evaluating the incidence of recurrent VTE, major bleeding, or all-cause mortality in CAT patients anticoagulated with rivaroxaban. Using a Hartung-Knapp random-effects model, the pooled incidence estimates and 95% confidence intervals (CIs) were calculated for each end point. RESULTS: Six studies evaluating rivaroxaban for CAT were identified. Of these, three were prospective and three were retrospective. Study sample sizes ranged from 41 to 949 patients, and duration of follow-up ranged from 164 to 496 days. The most frequent active cancer sites reported in studies were gastrointestinal (range: 12.0-56.0%), genitourinary (range: 8.6-26.0%), and breast (range: 9.3-25.5%). The weighted average incidences of recurrent VTE, major bleeding, and all-cause mortality were 4.2% (95% CI = 2.6-6.6%; I2 = 31%), 2.9% (95% CI = 1.6-5.0%; I2 = 59%), and 16.1% (95% CI = 6.0-36.6%; I2 = 96%). CONCLUSIONS: This meta-analysis suggests that incidences of recurrent VTE and major bleeding among rivaroxaban-managed patients are not dissimilar to those seen in recent randomized trials of anticoagulation in CAT. The pooled incidence for mortality was lower than reported in many anticoagulation CAT trials. This may suggest that rivaroxaban is being used in CAT patients who have less severe cancer.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleMeta-AnalysisSystematic Review
Indexierte MeSH-BegriffeFactor Xa InhibitorsHumansNeoplasmsRivaroxabanVenous Thromboembolism

Zusammenfassung

Die Metaanalyse wertete sechs Real-World-Studien (41–949 Patienten) zu Rivaroxaban bei krebsassoziierter venöser Thrombose aus. Die gepoolten Inzidenzen betrugen 4,2 % für Rezidiv-VTE (95-%-KI 2,6–6,6 %), 2,9 % für schwere Blutungen (95-%-KI 1,6–5,0 %) und 16,1 % für Gesamtmortalität (95-%-KI 6,0–36,6 %). Laut Autoren ähneln Rezidiv-VTE und schwere Blutungen unter Rivaroxaban jenen neuerer randomisierter Studien; die im Vergleich zu vielen Antikoagulationsstudien niedrigere gepoolte Mortalität könnte auf weniger schwer erkrankte Patienten hindeuten.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse fasste sechs Studien aus der klinischen Praxis (drei prospektive, drei retrospektive) zu rivaroxaban (einem Faktor-Xa-Inhibitor) bei krebsassoziierter venöser Thrombose zusammen und berichtete gewichtete durchschnittliche Inzidenzen von 4,2% für rezidivierende VTE, 2,9% für schwere Blutungen und 16,1% für die Gesamtmortalität (mit hoher Heterogenität für die Mortalität, I2=96%); sie schloss, dass die Rezidiv- und Blutungsraten sich nicht wesentlich von jüngeren randomisierten Antikoagulationsstudien in dieser Population unterschieden. Ihre Bedeutung für die Hirudotherapie ist kontextuell und nicht direkt: Sie kartiert die zeitgenössische Antikoagulationslandschaft, vor deren Hintergrund aus Blutegeln gewonnene antithrombotische Wirkstoffe (hirudin und verwandte Sekretom-Moleküle) positioniert werden, hier für einen Faktor-Xa-Inhibitor statt eines Thrombin-Inhibitors. Vorbehalt: Die Analyse aggregiert Studien aus der Praxis (mit erheblicher Heterogenität) zu einem synthetischen Medikament, betrifft keine aus Blutegeln gewonnene Verbindung und teilt keinen Mechanismus mit hirudin, weshalb sie nur als Hintergrund zum sich entwickelnden Feld der Antikoagulation zitiert werden sollte.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Systematic Review and Meta-Analysis of Real-World Studies Evaluating Rivaroxaban for Cancer-Associated Venous Thrombosis.

Martinez et al. · Pharmacotherapy, 2018

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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