Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Diagnose und Behandlung der Heparin-induzierten Thrombozytopenie

Diagnosis and management of heparin-induced thrombocytopenia

Narrative Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Canadian journal of anaesthesia = Journal canadien d'anesthesie (2006)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungde Maistre et al. · Canadian journal of anaesthesia = Journal canadien d'anesthesie, 2006

Abstract

PURPOSE: To review recent developments in the pathogenesis, clinical features, laboratory testing and treatment of heparin-induced thrombocytopenia (HIT). METHODS: Narrative review of the literature, including relevant papers published in English or French. PRINCIPAL FINDINGS: Although the prevalence of HIT has decreased with the widespread use of low molecular weight heparin in the past ten years, HIT remains a life-threatening prothrombotic state. This immune adverse event due to heparin-dependent antibodies that bind to chemokines (such as platelet factor 4) induces platelet activation and hypercoagulability. Heparin-induced thrombocytopenia can be complicated by thrombosis even after withdrawing heparin, explaining why substituting heparin with an alternative anticoagulant (danaparoid, lepirudin, argatroban) is always necessary. However, management of these alternative treatments is difficult, and in some patients there is the risk of withdrawing heparin without taking the time to diagnose HIT properly on the basis of clinical and laboratory findings (evolution of platelet count, laboratory testing such as antigen assays and platelet activation tests). CONCLUSIONS: Management of HIT has become easier in recent years with the development of more specific and sensitive laboratory tests and new antithrombotic drugs. However, the diagnosis of HIT is often difficult, and it remains very important to investigate this adverse reaction systematically in every patient treated with heparin who develops thrombocytopenia.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsFibrinolytic AgentsHeparinHumansThrombocytopenia

Zusammenfassung

Diese narrative Übersicht fasst Pathogenese, Klinik, Labordiagnostik und Therapie der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) zusammen, deren Prävalenz mit der Verbreitung von niedermolekularem Heparin gesunken ist. HIT ist ein lebensbedrohlicher prothrombotischer Zustand, ausgelöst durch Heparin-abhängige Antikörper gegen Chemokine wie Plättchenfaktor 4. Auch nach Heparin-Absetzen kann es zu Thrombosen kommen, weshalb stets ein alternatives Antikoagulans (Danaparoid, Lepirudin, Argatroban) erforderlich ist. Die Autoren betonen, dass neue Labortests und Antithrombotika das Management erleichtern, die Diagnose jedoch oft schwierig bleibt und systematisch abgeklärt werden muss.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese narrative Übersichtsarbeit behandelt aktuelle Entwicklungen in der Pathogenese, den klinischen Merkmalen, der Labordiagnostik und der Behandlung der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) und weist darauf hin, dass alternative Antikoagulanzien einschließlich Lepirudin Heparin ersetzen müssen, wenn HIT diagnostiziert wird. Lepirudin ist rekombinantes Hirudin. Die Übersichtsarbeit betont die Bedeutung einer sachgerechten Labordiagnostik vor dem Absetzen von Heparin und die Herausforderungen bei der Handhabung alternativer Antikoagulanzien wie Lepirudin. Der Artikel ist eine breite narrative Übersichtsarbeit, liefert keine primären klinischen Daten, erwähnt Lepirudin nur als eines von mehreren alternativen Antikoagulanzien ohne ausführliche Diskussion und behandelt weder Hirudotherapie (Applikation lebender Blutegel) noch eine umfassendere Wissenschaft des Blutegelsekretoms.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

de Maistre E, Gruel Y, Lasne D. Diagnosis and management of heparin-induced thrombocytopenia. Can J Anaesth. 2006;53(6 Suppl):S123-34. doi:10.1007/BF03022259. PMID: 16766786

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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