Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Heparininduzierte Thrombozytopenie

Heparin-induced thrombocytopenia

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Journal of thrombosis and haemostasis : JTH (2003)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturChong · Journal of thrombosis and haemostasis : JTH, 2003

Abstract

Heparin-induced thrombocytopenia (HIT) is not only a common but also a potentially serious drug adverse effect. Unlike other drug-induced thrombocytopenias, HIT does not usually cause bleeding, but instead causes thrombosis. Thrombosis in HIT can lead to limb gangrene (requiring leg amputation) or even death. HIT is mediated by an antibody that recognizes an epitope on the platelet factor 4 (PF4)-heparin complex. The antibody-PF4-heparin complex binds to FcgammaRII receptors on the platelet surface and cross-links the receptors. This induces intense platelet activation and platelet aggregation, and simultaneously activates blood-coagulation pathways. These changes are probably the basis of the thrombotic events in HIT. Diagnosis of HIT should be made mainly on clinical criteria but should be confirmed whenever possible by laboratory tests, particularly in patients with comorbid conditions, in whom the diagnosis of HIT cannot be made with certainty without testing. The tests for HIT antibodies are either immunoassays (e.g. ELISA), or functional tests, (e.g. 14C-serotonin release assay). Once a clinical diagnosis of HIT is made, heparin should be ceased immediately and treatment with an alternative anticoagulant (such as danaparoid, r-hirudin or argatroban) commenced. This should continue for at least 5 days unless the diagnosis of HIT is subsequently proven to be incorrect. Warfarin should also be commenced when the patient is clinically stable and thrombosis is under control. There should be an overlap of a few days between warfarin and the alternative anticoagulant therapy.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsAnticoagulantsEndothelium, VascularEpitopesHeparinHumansImmunoassayMiceMice, TransgenicModels, BiologicalThrombocytopeniaThrombosis

Zusammenfassung

Die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) ist eine häufige und potenziell schwerwiegende Arzneimittelnebenwirkung, die üblicherweise nicht zu Blutungen, sondern zu Thrombosen führt. Ausgelöst wird sie durch Antikörper gegen den PF4-Heparin-Komplex, die über FcγRII-Rezeptoren Thrombozyten und die Gerinnung aktivieren. Die Diagnose wird primär klinisch gestellt und möglichst labordiagnostisch bestätigt, etwa durch Immunoassays (ELISA) oder den 14C-Serotonin-Freisetzungstest. Bei klinisch diagnostizierter HIT ist Heparin sofort abzusetzen und für mindestens fünf Tage durch Alternativen wie Danaparoid, r-Hirudin oder Argatroban zu ersetzen; Warfarin wird überlappend begonnen.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Übersichtsartikel behandelt die Pathophysiologie, Diagnose und das Management der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) und beschreibt sie als antikörpervermittelte prothrombotische Störung mit Beteiligung von PF4-Heparin-Immunkomplexen, FcγRII-Rezeptor-Crosslinking auf Thrombozyten und Thrombozytenaktivierung, und empfiehlt das Absetzen von Heparin mit Einleitung alternativer Antikoagulanzien einschließlich r-Hirudin. Es identifiziert rekombinantes Hirudin als anerkanntes alternatives Antikoagulans für das HIT-Management. Caveat: Es handelt sich um einen allgemeinen Übersichtsartikel, der r-Hirudin nur als eine von mehreren Optionen erwähnt (neben Danaparoid und Argatroban), ohne detaillierte Evidenz speziell zu Hirudin zu liefern, und der nicht auf die Lebend-Blutegeltherapie eingeht.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Chong BH. Heparin-induced thrombocytopenia. J Thromb Haemost. 2003;1(7):1471-1478. doi:10.1046/j.1538-7836.2003.00270.x. PMID: 12871282

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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