Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Eine alte Kontroverse neu aufgegriffen – eine versus zwei venöse Anastomosen bei der mikrovaskulären Kopf-Hals-Rekonstruktion mit anterolateralem Oberschenkellappen

An old controversy revisited-one versus two venous anastomoses in microvascular head and neck reconstruction using anterolateral thigh flap.

Retrospektive Studie in der Zeitschrift Microsurgery (2014)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: BeobachtungsstudieKlinische StudienChen et al. · Microsurgery, 2014

Abstract

BACKGROUND: The necessity of a second venous anastomosis in free tissue transfer is controversial. We review a single surgeon's 8-year experience of head and neck reconstruction using free anterolateral flap reconstruction to assess the need for a second venous anastomosis. PATIENTS AND METHOD: Three hundred and fifteen cases were included in the study after selecting only for anterolateral thigh flap, head, and neck reconstruction, and those that used superior thyroid artery as recipient. The selection criteria were designed to create as homogeneous a group as possible to decrease confounding factors. RESULTS: The group with single anastomosis required more frequent take-backs than the group with dual anastomoses (19% vs 10.8%, P = 0.055). The trend persisted when only take-backs for venous insufficiencies were compared (8.2% vs 2.5%, P = 0.039). When flaps with single anastomosis developed venous congestion, they were more likely to require operative salvage for venous insufficiency than those with dual anastomoses (35.5% vs. 6.3%, P = 0.037). No difference was found in postoperative complications and flap survival. CONCLUSION: Our data suggest that flaps with single venous anastomosis are more likely to require take-back for flap salvage than those with dual anastomoses.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypComparative StudyJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAdultAnastomosis, SurgicalFemaleFree Tissue FlapsHumansMaleMiddle AgedPostoperative ComplicationsPlastic Surgery ProceduresRetrospective StudiesTreatment OutcomeVenous Insufficiency

Zusammenfassung

Ausgewertet wurde die 8-Jahres-Erfahrung eines einzelnen Operateurs mit 315 Kopf-Hals-Rekonstruktionen mittels freiem anterolateralem Oberschenkellappen an der Arteria thyroidea superior. Lappen mit einer venösen Anastomose mussten häufiger reoperiert werden als solche mit zwei Anastomosen (19 % vs. 10,8 %; p = 0,055); bei venöser Stauung war eine operative Lappenrettung häufiger nötig (35,5 % vs. 6,3 %; p = 0,037). Postoperative Komplikationen und Lappenüberleben unterschieden sich nicht. Laut Autoren legen die Daten nahe, dass Lappen mit einer Anastomose häufiger revidiert werden müssen.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive Fallserie eines einzelnen Chirurgen von 315 Kopf-Hals-Rekonstruktionen mit freiem anterolateralem Oberschenkellappen verglich eine gegenüber zwei venösen Anastomosen und stellte fest, dass Lappen mit einer einzigen venösen Anastomose häufiger Revisionseingriffe (Take-backs) erforderten (19% gegenüber 10,8%) und, sobald sich eine venöse Stauung entwickelte, weitaus wahrscheinlicher eine operative Rettung wegen venöser Insuffizienz benötigten (35,5% gegenüber 6,3%), ohne Unterschied im Gesamtüberleben der Lappen. Dies ist für die Hirudotherapie bedeutsam, weil die venöse Stauung freier Lappen genau die klinische Situation ist, in der Medizinegel unterstützend eingesetzt werden, um einen gefährdeten Lappen zu entlasten; die Studie quantifiziert, wie anfällig Lappen mit einzelnem Abfluss für genau diese Komplikation sind. Als ehrlicher Vorbehalt: Dies ist eine retrospektive Beobachtungsstudie über die Anastomosentechnik, die die Egeltherapie selbst nicht untersucht, sodass sie lediglich die Risikopopulation umreißt und keinerlei direkte Evidenz für die Egeltherapie liefert.

Zitation

An old controversy revisited-one versus two venous anastomoses in microvascular head and neck reconstruction using anterolateral thigh flap.

Chen et al. · Microsurgery, 2014

Verwandter klinischer Kontext

Verwandte Forschungsarbeiten

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.