Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Management und Ergebnis der heparininduzierten Thrombozytopenie in der Schwangerschaft: eine systematische Übersichtsarbeit

Management and Outcome of Heparin-Induced Thrombocytopenia in Pregnancy: A Systematic Review

Systematische Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Cardiovascular & hematological agents in medicinal chemistry (2015)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Systematisches ReviewArzneimittelentwicklungChaudhary RK et al. · Cardiovascular & hematological agents in medicinal chemistry, 2015

Abstract

OBJECTIVE: Safety and efficacy of therapeutic agents used for heparin-induced thrombocytopenia are not established in pregnancy. METHODS: MEDLINE database was searched in November 2014 to identify all patients who received therapy for HIT during pregnancy. RESULTS: A total of 12 patients with the median age of 28 years (range 21-39) were diagnosed with HIT at the median gestational age of 20 weeks (range 5-34). Clinical probability (4T) score for HIT was high (50%) or intermediate (50%) and associated with thrombosis in 50%. Patients were initially managed with lepirudin (33%), argatroban (25%), danaparoid (25%) or fondaparinux (17%) and ultimately bridged to vitamin K antagonist or maintained on lepirudin. All patients had resolution of HIT. Complications included therapeutic abortion prior to valve replacement for valve thrombosis (8%), preterm delivery (18%) and preeclampsia (8%). Except for one instance of hypoplastic lung related to preterm delivery, none of the other newborns had any complications during delivery. CONCLUSION: Confirmed cases of HIT in pregnant patients appear to be rare. Within the limits of retrospective analysis, the use of argatroban, danaparoid, fondaparinux and lepirudin may be effective in preventing the thrombotic complications of HIT in pregnancy. The effect of HIT or its therapy on obstetrical complications cannot be determined based on this study since many of the obstetrical complications are common in otherwise healthy pregnancies. Although this study did not identify any fetal teratogenicity except hypoplastic lung related to preterm delivery, small number of cases treated with various therapies precludes any definite conclusion.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov'tSystematic Review
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsFemaleHeparinHumansPregnancyRetrospective StudiesThrombocytopenia

Zusammenfassung

Eine MEDLINE-Suche (November 2014) identifizierte 12 Schwangere mit HIT (Median: Alter 28 Jahre, Gestationsalter 20 Wochen); der 4T-Score war bei je 50 % hoch bzw. intermediär, 50 % hatten eine Thrombose. Initial erhielten 33 % Lepirudin, 25 % Argatroban, 25 % Danaparoid und 17 % Fondaparinux; die HIT bildete sich bei allen zurück. Komplikationen: therapeutischer Schwangerschaftsabbruch (8 %), Frühgeburten (18 %) und Präeklampsie (8 %). Die Therapeutika können laut Autoren wirksam sein; definitive Schlüsse erlaubt die kleine Fallzahl nicht.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie durchsuchte MEDLINE, um alle berichteten Patientinnen zu identifizieren, die während der Schwangerschaft eine Therapie wegen Heparin-induzierter Thrombozytopenie (HIT) erhielten, und fand 12 Fälle, die mit Lepirudin (33 %), Argatroban, Danaparoid oder Fondaparinux behandelt wurden. Bei allen Patientinnen wurde eine Resolution der HIT erreicht, wobei die Komplikationen Frühgeburtlichkeit, Präeklampsie und ein therapeutischer Schwangerschaftsabbruch umfassten. Darüber hinaus schließt die äußerst geringe Anzahl identifizierter, mit verschiedenen Therapien behandelter Fälle jede gesicherte Schlussfolgerung hinsichtlich Sicherheit oder geburtshilflicher Ergebnisse aus. Lepirudin ist ein rekombinantes Derivat von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Greinacher, 2004); diese Arbeit untersucht das Arzneimittel, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Chaudhary RK, Nepal C, Khanal N, Pathak R, Giri S, Bhatt VR. Management and Outcome of Heparin-Induced Thrombocytopenia in Pregnancy: A Systematic Review. Cardiovasc Hematol Agents Med Chem. 2015;13(2):92-97. doi:10.2174/187152571302151217124957. PMID: 26695420

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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