Erkennung und Behandlung der heparininduzierten Thrombozytopenie bei pädiatrischen Patienten an der Herz-Lungen-Maschine
Recognition and management of heparin-induced thrombocytopenia in pediatric cardiopulmonary bypass patients
Klinische Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Annals of Thoracic Surgery (2006)
Abstract
Repeated exposure to unfractionated heparin is the rule in many congenital heart disease patients. Heparin-induced thrombocytopenia occurs in 1% to 3% of adult cardiac surgeries, and carries high thrombotic morbidity (38% to 81%) and mortality (approximately 28%). Although heparin-induced thrombocytopenia appears to be infrequent in pediatric patients, particularly neonates, our evolving experience suggests postcardiopulmonary bypass congenital heart disease patients may be at increased risk. Diagnostic and therapeutic challenges include frequency of thrombocytopenia after cardiopulmonary bypass, imperfect laboratory testing, lack of established dosing of alternative anticoagulants (such as argatroban and lepirudin), and increased anticoagulant-related bleeding in young children.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Viele Patienten mit angeborenen Herzfehlern sind wiederholt Heparin ausgesetzt; die Übersicht beleuchtet die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) nach Herz-Lungen-Maschine. Bei Erwachsenen tritt HIT in 1 bis 3 % der Herzoperationen auf, mit thrombotischer Morbidität von 38 bis 81 % und Mortalität von etwa 28 %. Bei Kindern, insbesondere Neugeborenen, scheint HIT selten; die Autoren halten ein erhöhtes Risiko nach der Herz-Lungen-Maschine für möglich. Schwierig sind häufige Thrombozytopenien, unzulängliche Tests, fehlende etablierte Dosierungen von Argatroban und Lepirudin sowie vermehrte Blutungen unter Antikoagulanzien.
Kontext
Dieser Artikel befasst sich mit der Erkennung und Behandlung der heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT) bei pädiatrischen Patienten mit kardiopulmonalem Bypass und weist darauf hin, dass HIT bei Erwachsenen mit einer hohen thrombosebedingten Morbidität (38–81 %) und Mortalität (~28 %) einhergeht und dass Patienten mit angeborenen Herzfehlern nach einem Bypass möglicherweise ein erhöhtes Risiko aufweisen. Argatroban und Lepirudin werden als alternative Antikoagulanzien identifiziert, wobei auf Herausforderungen hingewiesen wird, darunter das Fehlen etablierter Dosierungsempfehlungen und eine erhöhte antikoagulanzienassoziierte Blutungsneigung bei Kleinkindern. Das Abstract beschreibt weder die Beziehung von Lepirudin zu Hirudin noch erwähnt es Blutegel. Der Zusammenhang mit Hirudotherapie oder dem Blutegel-Sekretom ist durch das Abstract nicht belegt, da diese Substanzen dort rein als pharmazeutische Antikoagulanzien ohne Bezug auf biologische Ursprünge diskutiert werden.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Boshkov LK, Kirby A, Shen I, Ungerleider RM. Recognition and management of heparin-induced thrombocytopenia in pediatric cardiopulmonary bypass patients. Ann Thorac Surg. 2006;81(6):S2355-9. doi:10.1016/j.athoracsur.2006.02.075. PMID: 16731103
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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