Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Klinischer Nettonutzen der neuen oralen Antikoagulanzien (Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban) gegenüber keiner Behandlung in einer Population mit Vorhofflimmern aus der Versorgungsrealität: eine Modellierungsanalyse auf Basis einer landesweiten Kohortenstudie

Net clinical benefit of new oral anticoagulants (dabigatran, rivaroxaban, apixaban) versus no treatment in a 'real world' atrial fibrillation population: a modelling analysis based on a nationwide cohort study.

Modellierungsanalyse in der Zeitschrift Thrombosis and haemostasis (2012)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: BeobachtungsstudieKlinische StudienBanerjee et al. · Thrombosis and haemostasis, 2012

Abstract

The concept of net clinical benefit has been used to quantify the balance between risk of ischaemic stroke (IS) and risk of intracranial haemorrhage (ICH) with the use oral anticoagulant therapy (OAC) in the setting of non-valvular atrial fibrillation (AF), and has shown that patients at highest risk of stroke and thromboembolism gain the greatest benefit from OAC with warfarin. There are no data for the new OACs, that is, dabigatran, rivaroxaban and apixaban, as yet. We calculated the net clinical benefit balancing IS against ICH using data from the Danish National Patient Registry on patients with non-valvular AF between 1997-2008, for dabigatran, rivaroxaban and apixaban on the basis of recent clinical trial outcome data for these new OACs. In patients with CHADS(2)=0 but at high bleeding risk, apixaban and dabigatran 110 mg bid had a positive net clinical benefit. At CHA(2)DS(2)-VASc=1, apixaban and both doses of dabigatran (110 mg and 150 mg bid) had a positive net clinical benefit. In patients with CHADS(2) score≥1 or CHA(2)DS(2)-VASc≥2, the three new OACs (dabigatran, rivaroxaban and apixaban) appear superior to warfarin for net clinical benefit, regardless of risk of bleeding. When risk of bleeding and stroke are both high, all three new drugs appear to have a greater net clinical benefit than warfarin. In the absence of head-to-head trials for these new OACs, our analysis may help inform decision making processes when all these new OACs become available to clinicians for stroke prevention in AF. Using 'real world' data, our modelling analysis has shown that when the risk of bleeding and stroke are both high, all three new drugs appear to have a greater net clinical benefit compared to warfarin.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypComparative StudyJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsAtrial FibrillationBenzimidazolesClinical Trials as TopicCohort StudiesComputer SimulationDabigatranDecision Making, Computer-AssistedDenmarkHumansIntracranial HemorrhagesMorpholines

Zusammenfassung

Auf Grundlage dänischer Registerdaten (1997–2008) und neuer Studienergebnisse wurde bei nichtvalvulärem Vorhofflimmern der klinische Nettonutzen von Dabigatran, Rivaroxaban und Apixaban durch Abwägung von ischämischem Schlaganfall und intrakranieller Blutung modelliert. Bei CHADS2=0 und hohem Blutungsrisiko zeigten Apixaban und Dabigatran 110 mg zweimal täglich einen positiven Nettonutzen; bei CHA2DS2-VASc=1 ebenso Apixaban und beide Dabigatran-Dosen. Ab CHADS2≥1 oder CHA2DS2-VASc≥2 schienen alle drei neuen Antikoagulanzien Warfarin überlegen, unabhängig vom Blutungsrisiko; bei gleichzeitig hohem Blutungs- und Schlaganfallrisiko erschien der Nettonutzen größer als unter Warfarin.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Unter Verwendung von Daten des Dänischen Nationalen Patientenregisters zu nicht-valvulärem Vorhofflimmern (1997–2008), kombiniert mit Ergebnisschätzungen aus klinischen Studien, wog diese Modellierungsanalyse ischämischen Schlaganfall gegen intrakranielle Blutung ab und stellte fest, dass für Patienten mit CHADS2 >=1 oder CHA2DS2-VASc >=2 die neueren oralen Antikoagulanzien (dabigatran, rivaroxaban, apixaban) hinsichtlich des klinischen Nettonutzens dem warfarin überlegen erschienen, unabhängig vom Blutungsrisiko, wobei apixaban und dabigatran selbst in Untergruppen mit niedrigerem Risiko und hohem Blutungsrisiko einen positiven Nettonutzen zeigten. Für die Hirudotherapie ist dies relevant als Kontext für den zentralen Kompromiss des Antikoagulationsfeldes zwischen der Verhinderung von Gerinnseln und dem Verursachen von Blutungen — dieselbe Abwägung, die jede klinische Anwendung des antikoagulatorischen Sekretoms des Blutegels umrahmt. Einschränkung: Dies ist eine aus einem Register abgeleitete Modellierungs-/Kohortenanalyse, keine direkte Vergleichsstudie und nicht über Hirudotherapie; die Autoren weisen auf das Fehlen direkter Vergleichsstudien hin und darauf, dass ihre Schlussfolgerungen auf Simulation beruhen.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Net clinical benefit of new oral anticoagulants (dabigatran, rivaroxaban, apixaban) versus no treatment in a 'real world' atrial fibrillation population: a modelling analysis based on a nationwide cohort study.

Banerjee et al. · Thrombosis and haemostasis, 2012

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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